Für
Jonas Vingegaard endete die
Tour de France an diesem Sonntag auf
Etappe 15 mit einem Sturz, der zu einem Schlüsselbeinbruch führte. Der Däne wurde inzwischen erfolgreich operiert, wie
Team Visma | Lease a Bike bestätigt hat.
Vingegaard hatte geplant, Tadej Pogacar auf der Etappe zum Plateau de Solaison anzugreifen, Visma führte das Feld in den Anstieg, in dem der Däne attackieren wollte. Dazu kam es nicht, weil er 20 Kilometer vor dem Ziel stürzte.
Die Entscheidung fiel schnell und hart: Aufgabe. Vingegaard erlitt einen komplizierten Schlüsselbeinbruch, der eine rasche Operation erforderte. Er flog zurück nach Dänemark, um bei seiner Familie zu sein, und wurde am Dienstag erfolgreich operiert.
„Es ist gut gelaufen. Sie haben getan, was nötig war. Es war nicht die komplizierteste Operation, die man haben kann. Alles ist gut verlaufen“, sagte Sportdirektor
Marc Reef am Morgen gegenüber
TV2 Sport.
Jonas Vingegaard verließ die Tour de France nach einem Sturz
Wann startet Jonas Vingegaard wieder
Nach dem Sturz blieb die Stimmung im Visma-Lager gefasst. Vingegaard sprach am Sonntagabend mit den Medien und schilderte seine Eindrücke.
„Überraschenderweise fühle ich mich ziemlich gut“,
sagte er. „Natürlich ist es sehr enttäuschend, auf diese Weise aufzugeben und dass die Tour so für uns endet, aber so ist Radsport manchmal. Und zum Glück ist es „nur“ ein gebrochenes Schlüsselbein.“
Der Däne gönnte sich noch ein „Cheat Meal“ und setzte sich mit seinen Teamkollegen an den Abendtisch, bevor er am Montag das Tour-Lager verließ.
Sein Heilungsverlauf ist noch unklar, ebenso der Zeitpunkt seines Peloton-Comebacks. Ein Start bei der Vuelta a España ist angesichts seines bisherigen Renn- und Belastungsplans in diesem Jahr und der nun anstehenden Genesung eher unwahrscheinlich.
Möglich wäre eine Rückkehr mit Blick auf die Weltmeisterschaften in Montréal und Il Lombardia, auch wenn er in Eintagesrennen bislang selten glänzte.