Remco Evenepoel wird am Samstag nicht die Tour Auvergne-Rhône-Alpes bestreiten. Nachdem er klargemacht hatte, vor der
Tour de France nicht mehr zu starten, und sein Team die maßgeschneiderte Vorbereitung mehrfach bekräftigte, ließen zwei deutliche Indizien dennoch eine überraschende Teilnahme vermuten.
Der 26-Jährige hält Medien und Rivalen bekanntermaßen gern auf Trab. Man erinnere sich an den Winter: Sowohl Evenepoel als auch sein neues Team Red Bull - BORA Hansgrohe haben wiederholt
verneint, dass er starten würde – und trotzdem die legendären Anstiege der Flandern-Rundfahrt inkognito im schwarzen Trainingskit besichtigt.
Als dann berichtet wurde, sein Rad sei im Red-Bull-Teamhotel vor dem französischen WorldTour-Rennen gesichtet worden, schossen Spekulationen ins Kraut, er könnte im prestigeträchtigen Vorbereitungsrennen auf Paul Seixas treffen.
Doch das Team erstickte die Gerüchte endgültig und nominierte Daniel Martinez, Maxim Van Gils, Finn Fisher-Black, Haimar Etxeberria, Callum Thornley, Luke Tuckwell, Gianni Vermeersch – und auffällig: keinen Evenepoel.
Evenepoel-Spekulationen nach der Flandern-Rundfahrt
Auf die Gerüchte um Evenepoel und sein Rad beim Team in Frankreich angesprochen, stellte Red-Bull-Sportdirektor Klaas Lodewyck klar, dass es keine Wiederholung der späten Flandern-Ankündigung geben werde.
„Nach dem, was vor Flandern passiert ist, denken die Leute, wir machen das noch einmal. Aber das Rad ist hier, weil es logistisch einfach ist“,
sagte Lodewyck bei Sporza.Evenepoel wird sich in der kommenden Woche dennoch in der Region aufhalten und einige Anstiege sowie Etappen für die Tour de France im nächsten Monat abfahren. Die Präsenz seines Rads beim Rennen dient ausschließlich dazu, die Logistik zu vereinfachen.
Evenepoels Rad aus logistischen Gründen beim Rennen
„Sein Rad ist im Truck. Nach diesem Rennen haben wir noch ein paar Streckenbesichtigungen geplant. Ich bleibe hier, und so können wir das Rad problemlos mitnehmen.“
Evenepoels rennfreie Vorbereitung auf die Grand Tour sorgt für Schlagzeilen. Während das Team betont, alles laufe planmäßig, kritisieren manche Experten den zurückhaltenden Aufbau. Geraint Thomas unterstrich zuletzt die
Bedeutung von Renntagen für den Feinschliff.
Lodewyck blieb zurückhaltend, versicherte aber: „Sagen wir, er ist auf dem richtigen Weg. Ich denke, wir können zufrieden sein mit seiner Entwicklung.“