Ergebnisse Tour de France Femmes 2026, Etappe 5 – Vollering siegt an chaotischem Tag, distanziert Ferrand-Prévot, doch Reusser behält Gelb

Radsport
durch Nic Gayer
Mittwoch, 05 August 2026 um 17:58
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Etappe 5 der Tour de France Femmes stellte das Rennen komplett auf den Kopf. Eine 20-köpfige Ausreißergruppe mit zahlreichen gefährlichen Gesamtwertungsfahrerinnen, lange Attacken aus der Distanz und enorme Abstände im Ziel. Demi Vollering holte den Etappensieg an einem Tag mit großen Zeitdifferenzen und einem packenden Schluss­sprint gegen Marlen Reusser und Katarzyna Niewiadoma.
Während Etappe 4 ein Tag für Spezialistinnen im Zeitfahren war, gehörte der heutige den Kletterinnen. Große Unterschiede an verschiedenen Tagen, doch mit denselben Protagonistinnen. Mit vielen Höhenmetern direkt ab Mâcon dauerte und eskalierte der Kampf um die Gruppe des Tages.
Die Gründe lagen auf der Hand: zahlreiche Anstiege zu Beginn und in der zweiten Rennhälfte zwei weitere, kürzere Rampen. Eine erfolgreiche Flucht konnte damit GC-Auswirkungen haben, und alle Teams hatten Anlass, Fahrerinnen nach vorn zu schicken.
Die 20-köpfige Spitzengruppe vereinte viel Gefahr. Marlen Reusser hatte eine Teamkollegin dabei; Demi Vollering und Pauline Ferrand-Prévot sogar zwei. Zugleich setzten andere Rivalinnen die Gesamtwertung unter Druck. Antonia Niedermaier, Niamh Fisher-Black, Dominika Wlodarczyk und Niemke Vinke (ebenso Femke de Vries von Visma) gehörten zur Gruppe, allesamt in kurzer Distanz zum Gelben Trikot.
Darüber hinaus war viel Qualität vertreten, darunter Noemi Rüegg, Puck Pieterse, Riejanne Markus und Maeva Squiban. Dahinter arbeiteten Movistar und FDJ gemeinsam, um die Abstände kontrollierbar zu halten.

Demi Vollering attackiert Reusser und Ferrand-Prévot

Am vorletzten Anstieg des Tages, 33 Kilometer vor dem Ziel, fuhr FDJ mit voller Geschwindigkeit in die Steigung. Évita Muzic und Célia Gery lieferten auf der Rampe ein brutales Anfahren für Demi Vollering, und im Schlusskilometer mit mehr als 15% machte die Niederländerin den Unterschied.
Vorn zerfiel die Gruppe, aus dem Peloton heraus setzten sich Vollering, Niewiadoma, das Gelbe Trikot Marlen Reusser und Isabella Holmgren ab. Pauline Ferrand-Prévot fiel gemeinsam mit Anna van der Breggen und Cédrine Kerbaol zurück; dazwischen lagen Paula Blasi, Elisa Longo Borghini und Kim Le Court.
Im Tal wuchsen die Abstände deutlich, weil sowohl Movistar als auch FDJ Tempohilfen vorne hatten und das Tempo hoch hielten – während dahinter UAE und Visma ebenfalls Helferinnen zur Unterstützung ihrer Kapitäninnen einsetzten.
Am Schlussanstieg nach Mont Brouilly attackierte Vollering erneut, konnte das Gelbe Trikot jedoch nicht distanzieren. Niewiadoma, Siegerin der Ausgabe 2024, drückte ebenfalls am Berg und das Trio setzte sich klar ab. Dahinter stiegen die Rückstände auf Minuten, während die drei kooperierten.
Niewiadoma eröffnete den Sprint früh aus der letzten Kurve und erhielt zunächst keine Antwort. Der Sieg der Polin schien sicher, doch Demi Vollering nahm die Verfolgung auf. Die Europameisterin schloss die Lücke und sprintete zum Tagessieg, dazu gab es Zeitbonifikationen auf Marlen Reusser, die als Zweite ins Ziel kam.

Ergebnisse Tour de France Femmes 2026, Etappe 5 

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