Primoz Roglic befindet sich im Vertragsjahr bei Red Bull - BORA - hansgrohe, doch ein aktueller Bericht nährt die Wahrscheinlichkeit, dass er 2027 weiter im Profi-Peloton fährt. Der Slowene scheint entschlossen, seine Karriere über 2026 hinaus fortzusetzen – allerdings in einem anderen Team und mit neuen Zielen.
Roglic vor Abschied von Red Bull - BORA - hansgrohe
Wie
Marca berichtet, zielen Roglic’ Pläne auf einen Wechsel zu einem Team, in dem er wieder eine deutlich stärkere Führungsrolle einnimmt – etwas, das er bei
Red Bull - BORA - hansgrohe nicht mehr hat. Er unterschrieb ursprünglich zur Saison 2024, zeitgleich mit dem Einstieg von Red Bull und dem damit verbundenen Budgetschub.
Zuvor war er bereits mehrfacher Grand-Tour-Sieger, darunter mehrere Ausgaben der Vuelta a España sowie im selben Jahr auch der Giro d’Italia. Nach dem Aufstieg von Jonas Vingegaard und dem Durchbruchssieg von Sepp Kuss bei der Vuelta 2023 wurde Roglic jedoch klar, dass er bei Visma nicht mehr den früheren Kapitänsstatus haben würde – jenen, mit dem er das Gelbe Trikot der Tour de France anvisierte und beinahe eroberte.
2024 gewann er für das deutsche Team die Vuelta – der größte Erfolg innerhalb seines Dreijahresvertrags. Ein Sieg bei der Vuelta a Catalunya 2025 untermauerte seine Fähigkeit, sich in einem immer jüngeren und stärkeren Peloton zu behaupten. Sein Giro d’Italia wurde jedoch durch einen Sturz auf der 9. Etappe zerstört, der auch seinen Rivalen Juan Ayuso aus dem Gesamtklassement warf. Bei seiner Rückkehr zur Tour de France belegte er Gesamtrang acht, obwohl er auf Kurs zu Platz fünf lag – in einem Rennen, in dem Florian Lipowitz als neue große Gesamtklassement-Option des Teams aufstieg.
Primoz Roglic bestreitet wohl seine letzte Saison bei Red Bull - BORA - hansgrohe
Aufstieg von Lipowitz und Verpflichtung Evenepoels geben den Ausschlag
Roglic’ persönliche Ambitionen für 2026 erhielten einen weiteren Dämpfer, als das Team – wie einst bei ihm – den Vertrag von Remco Evenepoel auskaufte. Der Belgier zeigte in der ersten Saisonhälfte zwar keine dominanten Kletterleistungen, doch sein großer Fokus galt der Tour de France – wie auch bei Lipowitz.
Zudem fördert die Mannschaft die Ambitionen des jungen Giulio Pellizzari, der angesichts seiner beeindruckenden Entwicklung eine hohe Priorität genießt – während zugleich Jai Hindley, jüngst Giro-Podiumsfahrer, im Aufgebot bleiben soll.
Angesichts dieser dichten internen Konkurrenz bleibt für Roglic wenig Raum als unangefochtene Nummer eins. Für die Vuelta a España im Spätsommer ist ihm diese Rolle zwar zugedacht – mit der Chance auf einen rekordverdächtigen fünften Sieg. Sein Sommerprogramm fiel kürzer als üblich aus und umfasste keine Grand Tour. Zuletzt gewann er die slowenischen Zeitfahr-Meisterschaften – seinen ersten nationalen Heimtitel seit 2020.