Team Visma | Lease a Bike hat eines der meist erwarteten Updates der vergangenen Tage bestätigt:
Edoardo Affini hat grünes Licht für die
Tour de France erhalten. Der Italiener kann nach Barcelona reisen und die Tour de France 2026 bestreiten, womit die Zweifel nach seinem Sturz im Zeitfahren der Italienischen Meisterschaften ausgeräumt sind.
Das Update der
niederländischen Mannschaft ist eine große Erleichterung für die von
Jonas Vingegaard angeführte Struktur, deren Pläne für die Grande Boucle in den vergangenen Wochen durch mehrere prominente Ausfälle komplizierter wurden.
Die Sorge entstand bei den Italienischen Zeitfahr-Meisterschaften, wo Affini stürzte und ernsthafte Zweifel an seiner Teilnahme an der Tour de France aufkamen, die an diesem Samstag in Barcelona startet. Ein Hochgeschwindigkeitssturz zwang ihn zur Aufgabe, er wurde im Krankenwagen abtransportiert – Frakturen wurden jedoch nicht festgestellt.
Der Vorfall kam zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, nur wenige Tage vor dem Start des wichtigsten Rennens im Kalender und mit dem Italiener als einem der unverzichtbaren Fahrer bei Visma gelistet. Die Ungewissheit wog umso schwerer, weil Affini bereits am ersten Renntag eine entscheidende Rolle spielen soll.
Namen wie Ben Tulett und Jorgen Nordhagen galten als mögliche Optionen, um den Italiener zu ersetzen, während Wielerflits zudem berichtete, dass Bart Lemmen aufgrund eines möglichen Aufgebots aus den niederländischen Meisterschaften herausgenommen wurde.
Edoardo Affini at the 2025 Tour de France
Ein Schlüsselbaustein für das Mannschaftszeitfahren
Die Ausgabe 2026 eröffnet mit einem Mannschaftszeitfahren in Barcelona – ein ideales Terrain für Spezialisten wie Affini, der als einer der stärksten Rouleure im Peloton gilt.
Seine Wattleistung und Erfahrung machen den Italiener zum Eckpfeiler des niederländischen Blocks, der die Tour mit einem Ausrufezeichen beginnen und Zeitverluste auf zentrale Rivalen vermeiden will. Sein Wert reicht jedoch weit über den Auftakt hinaus.
In den vergangenen Saisons ist Affini zu einem der zuverlässigsten Helfer von Jonas Vingegaard bei den Grand Tours geworden. Seine Arbeit ist auf flachen und welligen Etappen entscheidend, wenn der Däne perfekt positioniert bleiben muss, um Windkanten, Stürze oder Splittergruppen zu vermeiden, die seine Ambitionen auf Gelb gefährden könnten.
Über das Nachsetzen bei Ausreißversuchen hinaus übernimmt der Italiener eine zentrale Rolle in den Anfahrten zu Anstiegen und kategorisierten Bergen, wenn das Peloton am nervösesten ist und der Kapitän maximalen Schutz braucht.
Deshalb war im Team seit Monaten klar, dass Affini trotz seines Starts beim Giro d’Italia zu den acht Fahrern für die Tour gehören muss.
Mit dem medizinischen Okay wird der Italiener mit seinen Teamkollegen nach Barcelona reisen und bei einer Tour de France starten, in der Visma erwartet, bis nach Paris um das Gelbe Trikot zu kämpfen.