Die
Tour de France 2026 ist da. Am 04.07. beginnt für das
Movistar Team eine ganz besondere Ausgabe, mit dem Grand Départ in Barcelona in einem Mannschaftszeitfahren, in dem die spanische Equipe neben Caja Rural - Seguros RGA die größte lokale Hoffnung ist. Die lang erwartete spanische Auswahl steht, mit
Cian Uijtdebroeks als Speerspitze und mehreren Überraschungen in der „8“.
Wie erwartet führt Uijtdebroeks Movistar im Kampf um das
Gesamtklassement der Tour de France an. Ein Sieg wirkt angesichts von Stars wie vor allem Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard, aber auch Remco Evenepoel, Paul Seixas, Isaac del Toro, Juan Ayuso und Co., utopisch. Ein Top-5–10 sollte das Ziel des Belgiers sein.
An der Seite von Cian Uijtdebroeks in den Bergen steht ein Schlüsselhelfer:
Einer Rubio. Der Kolumbianer wird sein wichtigster Domestik für die härtesten Tage sein. Dennoch wird er, wie beim Giro d’Italia, zusammen mit zwei ebenso starken Kandidaten auf Etappenjagd gehen:
Pablo Castrillo und Raúl García Pierna.
Castrillo kommt nach dem Gewinn der spanischen Zeitfahrmeisterschaft, seinem ersten Sieg im Movistar Team. Zur Tour-Vorbereitung fuhr er die Tour de Romandie, wo er auf der von Tadej Pogacar gewonnenen 4. Etappe Dritter wurde, sowie die Tour Auvergne Rhône-Alpes, wo er zweimal in Ausreißergruppen war und einmal mit einem Top 10 im Ziel abschloss.
Cian Uijtdebroeks, Movistar Team’s star for the upcoming 2026 Tour de France
Etappenjagd als Priorität, aber Roméo fehlt
Raúl García Pierna trifft seinerseits in Topform auf die Rundfahrt, nachdem er in der ersten Saisonhälfte den Fokus konsequent auf Etappenjagd gelegt hat. Er gewann eine bei der Volta à Comunidade Valenciana, wurde Zweiter auf der Schlussetappe der Baskenland-Rundfahrt und überzeugte bei der Tour Auvergne Rhône-Alpes mit Rang vier auf Etappe 2, Rang fünf auf Etappe 4 und erneut Rang fünf auf Etappe 6. Er wird ohne Zweifel eine der stärksten Karten von Movistar für einen Etappensieg bei dieser Tour de France sein.
Nun zu den Überraschungen im Aufgebot: Javier Romo wird die Tour de France fahren. Der Fahrer aus Toledo konnte den Giro d’Italia krankheitsbedingt nicht beenden, doch das niedrige Niveau von Roger Adrià ließ ihn aus der Liste fallen und öffnete die Tür für einen Fahrer, der Ausreißersiege anpeilen kann.
Eine weitere Überraschung ist die Nominierung von Jefferson Alveiro Cepeda. Zwar erwischte den Ecuadorianer wie Iván Romeo bei der Tour Auvergne Rhône-Alpes Influenza A, seine Genesung verlief jedoch deutlich besser als erwartet. Ein weiterer Fahrer für die Etappenjagd in einem Rennen, bei dem das Movistar Team klar All-in gehen will.
Auch Michel Hessmann hat es ins Aufgebot geschafft. Der Deutsche ist einer der verlässlichsten Domestiken des Teams und ein enger Vertrauter von Uijtdebroeks, dessen Vertrag vor einer Woche bis 2027 verlängert wurde – ein Vertrauensbeweis. Hessmann wird im Mannschaftszeitfahren und für die stets entscheidenden Rouleur-Aufgaben von großem Wert sein.
Zuletzt, und ebenso wichtig, ist Nelson Oliveira dabei. Trotz seiner 37 Jahre und des Giro d’Italia in den Beinen hat Movistar entschieden, dass der Portugiese eine der Waffen für das Mannschaftszeitfahren in Barcelona sein wird und seine Erfahrung in die Tour einbringt. Es wird Olivieras 24. Grand Tour und seine 10. Tour de France als Profi.
Aufgebot des Movistar Teams für die Tour de France 2026
| Fahrer | Land |
| Cian Uijtdebroeks | Belgien |
| Einer Rubio | Kolumbien |
| Pablo Castrillo | Spanien |
| Raúl García Pierna | Spanien |
| Javier Romo | Spanien |
| Jefferson Cepeda | Ecuador |
| Michel Hessmann | Deutschland |
| Nelson Oliveira | Portugal |