Pogacars deutscher Helfer leidet beim Tour-Start: Nils Politt erklärt seinen Einbruch auf Rang 153 in Barcelona

Radsport
Sonntag, 05 Juli 2026 um 13:55
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Die 1. Etappe der Tour de France begann für UAE Team Emirates - XRG mit einem Dämpfer. Im Mannschaftszeitfahren von Barcelona musste sich Tadej Pogacar mit seinem Team Jonas Vingegaard und Visma | Lease a Bike geschlagen geben. Während der Däne das Gelbe Trikot übernahm, erlebte auch Nils Politt einen schwierigen Auftakt.
Der deutsche Klassiker-Spezialist, normalerweise einer der wichtigsten Helfer an Pogacars Seite, hatte im Finale des Teamzeitfahrens sichtbar Probleme. Nach dem Rennen sprach Politt offen darüber, dass er nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Politt im ARD-Interview

„Wir haben heute alles gegeben. Ich hatte heute aber nicht meinen besten Tag, muss ich zugeben“, sagte Politt im ARD-Interview.
Warum Politt im Finale Probleme bekam
Die entscheidende Phase begann für Politt hinter Pogacar. Der Slowene fuhr die Kurven mit enormem Tempo an, wodurch der Deutsche kurzzeitig eine Lücke entstehen ließ. Genau diese Lücke kostete Kraft.
„Ich war hinter Tadej, der hat extrem in den Kurven laufen lassen. Dann habe ich eine Lücke bekommen, die ich zufahren musste. Dann musste ich noch die Führung oben drauf fahren, das war ein Stück zu viel für mich“, erklärte Politt.
Damit beschrieb der UAE-Fahrer ziemlich genau, wie schnell ein Mannschaftszeitfahren kippen kann. Wer im falschen Moment eine kleine Lücke schließen muss, zahlt bei diesem Tempo oft doppelt: erst beim Zufahren, dann bei der nächsten Führungsarbeit.
Politt berichtete weiter, dass er nach einer weiteren Kurve „ins Laktat“ gekommen sei. Danach sei es für ihn vorbei gewesen. Für einen Fahrer wie Politt, der sonst gerade in langen, harten Rennen für Stabilität sorgt, war das ein ungewöhnlich schwerer Tag.

UAE verliert erstes Duell gegen Visma

Sportlich war der Auftakt für UAE ohnehin nicht ideal. Pogacar kam mit zwölf Sekunden Rückstand auf Tagessieger Vingegaard ins Ziel. Der Slowene verhinderte zwar Schlimmeres, musste aber direkt am ersten Tag Zeit auf seinen großen Rivalen abgeben.
Politt selbst erreichte das Ziel mit fast viereinhalb Minuten Rückstand und wurde auf Rang 153 geführt. Für seine eigene Platzierung spielt das im Gesamtbild kaum eine Rolle. Entscheidend ist jedoch, wie belastbar UAE in den kommenden Tagen um Pogacar sein wird.
Auch aus deutscher Sicht war der Tour-Start gemischt. Florian Lipowitz musste im internen Vergleich mit Remco Evenepoel einen kleinen Rückschlag hinnehmen, während Politt einen ungewohnt schweren Tag erlebte.
Für UAE ist die Botschaft vor Etappe 2 klar: Pogacar ist früh gefordert, und seine Helfer müssen schnell wieder in den Rhythmus finden.
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