„Pogacar wird seinen Urlaub wohl verkürzen müssen“ – Seixas' Triumph bei der Lombardei-Rundfahrt sorgt für Aufsehen
Radsport
Als Tadej Pogacar am Samstag die Lombardei-Rundfahrt vor dem Fernseher verfolgte, dürfte ihm das Geschehen auf den italienischen Straßen bemerkenswert vertraut vorgekommen sein. Seine Teamkollegen von UAE Team Emirates-XRG versuchten, das Rennen für ihren Kapitän und Träger des Regenbogentrikots zu kontrollieren. Doch obwohl nicht alles nach Plan verlief, erinnerte der entscheidende Angriff des späteren Siegers frappierend an jene Machtdemonstrationen, mit denen der Slowene den Radsport in den vergangenen Jahren geprägt hat.
Paul Seixas wartete bis zum vorletzten Anstieg, ehe er das Tempo entscheidend verschärfte und sämtliche Konkurrenten abschüttelte. Während Brandon McNulty für UAE Team Emirates-XRG immerhin den fünften Platz sicherte, erlebte Isaac del Toro einen enttäuschenden Renntag und fiel weit zurück. Bereits im Vorfeld hatte der Mexikaner eingeräumt, dass ihn Knieprobleme in seiner Trainingsvorbereitung beeinträchtigt hatten.
„Ein außergewöhnlich frühreifes Talent“ – Seixas schreibt Radsportgeschichte
Gegen den erst 20 Jahre alten Franzosen war an diesem Samstag allerdings kein Kraut gewachsen. Mit einer unwiderstehlichen Attacke am vorletzten Anstieg setzte sich Seixas allein an die Spitze und ließ sich seinen Vorsprung bis ins Ziel nicht mehr nehmen. Damit feierte er den ersten Monument-Sieg seiner noch jungen Laufbahn und schrieb zugleich Geschichte: Noch nie zuvor hatte ein so junger Fahrer den traditionsreichen italienischen Klassiker gewonnen.

Paul Seixas krönt seine herausragende Saison mit dem Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt. Sein beeindruckender Soloangriff weckt Erinnerungen an Tadej Pogacar.
Für Marc Madiot, den ehemaligen Teamchef von Groupama-FDJ und langjährigen Mentor des mittlerweile zurückgetretenen französischen Radsportstars Thibaut Pinot, ist dieser Triumph weit mehr als ein weiterer Achtungserfolg. Vielmehr sieht er darin die Bestätigung, dass im internationalen Radsport ein neuer Superstar heranwächst. „Es ist die Fortsetzung und Bestätigung dessen, was wir vermutet haben: dass er ein außergewöhnlich frühreifes Talent ist“, erklärte Madiot gegenüber RMC Sport.
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Madiot denkt an Pogacar: „Das verspricht einige großartige Rennen“
„Er trifft oft im Zentrum des Strafraums, deshalb ist es die Fortsetzung und Bestätigung einer ersten Saison auf höchstem Niveau“, führte der Franzose aus und bediente sich dabei eines Vergleichs aus dem Fußball, um die außergewöhnliche Treffsicherheit des jungen Ausnahmetalents zu unterstreichen.
Als Madiot beobachtete, wie Seixas nach seinem Triumph bei der Lombardei-Rundfahrt jubelnd die Arme in die Höhe reckte, gingen seine Gedanken unweigerlich zu Tadej Pogacar. Schließlich hatte der Franzose bereits mit dem vierten Gesamtrang bei der Tour de France und dem Gesamtsieg bei der Baskenland-Rundfahrt eine beeindruckende Saison hingelegt. Nun krönte er dieses außergewöhnliche Jahr mit seinem ersten Monument. Doch wie würde der bisherige Dominator des Radsports auf diese Entwicklung reagieren?
Pogacar hatte die Lombardei-Rundfahrt zuletzt fünfmal in Folge gewonnen, musste in diesem Jahr nach seinem Sturz bei der Vuelta a España jedoch verletzungsbedingt auf einen Start verzichten. Seine Rückkehr in den Rennbetrieb für die Saison 2027 steht bereits fest. Madiot ist gespannt, ob der Slowene angesichts des aufstrebenden Herausforderers mit noch größerem Ehrgeiz in die Vorbereitung einsteigen wird. Schließlich scheint Seixas entschlossen, die Messlatte im Kampf um die größten Titel weiter nach oben zu verschieben.
„Ich dachte an Pogacar, der seinen Urlaub wahrscheinlich verkürzen muss, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Das verspricht einige großartige Rennen“, sagte Madiot mit Blick auf die mögliche Rivalität zwischen den beiden Ausnahmekönnern.
„Sobald er fünf Meter Vorsprung hatte, wussten wir, dass es vorbei war“
Der ehemalige Groupama-FDJ-Teamchef ging sogar noch einen Schritt weiter und malte sich aus, wie Pogacar den Auftritt seines potenziell größten Konkurrenten verfolgt haben könnte. „Bei einer Sache bin ich mir sicher: Er saß den Nachmittag über auf seinem Sofa vor dem Fernseher, irgendwo in der Nähe von Monaco. Er muss gedacht haben: ‚Oh je, wir werden den Urlaub wohl verkürzen statt verlängern.‘“
Besonders beeindruckt zeigte sich Madiot von der Art und Weise, wie Seixas die Entscheidung herbeiführte. Der Franzose nutzte das Terrain, auf dem er seine größten Stärken ausspielen kann, und distanzierte seine Gegner mit einer kompromisslosen Tempoverschärfung. Sein Angriff erinnerte dabei unweigerlich an Pogacars Markenzeichen: jene explosiven, häufig im Sitzen gefahrenen Attacken, mit denen der Slowene selbst die stärksten Konkurrenten regelmäßig an ihre Grenzen bringt.
Für Madiot war die offensive Fahrweise des 20-Jährigen allerdings nicht nur Ausdruck seiner körperlichen Überlegenheit, sondern auch eine taktische Notwendigkeit. „Um zu gewinnen, hatte er nicht viele Möglichkeiten. Wäre es zu einem Sprint gekommen, wäre es mit den verbliebenen Konkurrenten um ihn herum sehr kompliziert geworden. Doch er setzte die anderen unter Druck.“
Wie wirkungsvoll diese Strategie war, zeigte sich unmittelbar nach der entscheidenden Beschleunigung. Schon wenige Meter Vorsprung reichten aus, um bei den Beobachtern keinen Zweifel mehr am Ausgang des Rennens aufkommen zu lassen. „Sobald er fünf Meter Vorsprung hatte, wussten wir, dass es vorbei war. Das erinnert ein wenig an Pogacars Strategie. Man setzt sie unter Druck und bringt dann als letzten Schritt die verbliebenen Spitzenfahrer zum Platzen.“

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
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- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026








