"Pedersen war heute nicht zu halten" – Visma - Lease a Bike erlebt frustrierenden Tag bei Gent-Wevelgem 2025

Radsport
durch Nic Gayer
Montag, 31 März 2025 um 8:00
kooij

Mads Pedersen lieferte bei Gent-Wevelgem 2025 eine beeindruckende Solofahrt ab und sicherte sich den prestigeträchtigen Sieg. Während der Däne jubelte, erlebte das Team Visma - Lease a Bike einen bitteren Tag, der von einem Sturz ihres Hoffnungsträgers Olav Kooij überschattet wurde.

Das Rennen begann mit hohen Geschwindigkeiten, begünstigt durch rückenwindartige Bedingungen, die früh für eine Selektion im Feld sorgten. Visma positionierte sich stark und brachte mehrere Fahrer in aussichtsreiche Gruppen. Kooij und Tiesj Benoot befanden sich in der ersten Staffel, während Matteo Jorgenson, Dan McLay und Tosh Van der Sande in der Verfolgergruppe folgten. Victor Campenaerts, zunächst abgehängt, konnte den Anschluss wiederherstellen, als die beiden Gruppen verschmolzen.

Der Plan von Visma war klar: Das Rennen bereits vor den Anstiegen des Kemmelbergs offensiv gestalten. "Unser Ziel war es, vor den Kemmelberg-Anstiegen zu attackieren, um das Rennen in unsere Hände zu nehmen", erklärte Campenaerts nach dem Rennen in der Team-Pressemitteilung. "Bis zu einem gewissen Punkt lief alles nach Plan. Doch dann kam die Nachricht von Olavs Sturz, und ab da wurde es schwierig."

Der folgenschwere Moment ereignete sich auf den Plugstreets, als Pedersen seinen entscheidenden Angriff setzte. Kooij, der stark in Position war, reagierte sofort und hielt das Hinterrad des Dänen. Doch nur Sekunden später unterlief ihm ein Fehler in einer Kurve, der ihn zu Boden schickte. Damit war die größte Trumpfkarte von Visma aus dem Rennen, während Pedersen sich unwiderstehlich absetzte.

Auch Sportdirektor Arthur van Dongen zeigte sich nach dem Rennen ernüchtert. "Wir hatten mehrere Fahrer in der Spitzengruppe, und Victor war gut positioniert. Alles lief nach Plan", analysierte er. "Doch auf der Plugstreet folgte Olav Pedersen, machte dann aber einen Fahrfehler. Wäre er dran geblieben, hätten wir eine perfekte Situation gehabt. So ist der Radsport – kleine Fehler können große Konsequenzen haben."

Da Wout Van Aert nicht am Start war und Kooij ausfiel, fehlte Visma im Finale eine entscheidende Option. Campenaerts versuchte, Pedersens Attacke mitzugehen, doch der Däne war an diesem Tag in einer eigenen Liga. "Ich habe alles versucht, um dranzubleiben, aber seine Pace war einfach zu hoch", gab Campenaerts zu. "Pedersen war heute nicht zu halten."

Am Ende blieb Visma nur die Erkenntnis, dass an diesem Tag gegen den entfesselten Dänen kein Kraut gewachsen war. Während Pedersen seinen dritten Sieg bei Gent-Wevelgem feierte, bleibt für Visma die Hoffnung, bei den kommenden Klassikern zurückzuschlagen.

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