Paula Blasi begeistert weiter in der Saison ihres endgültigen Durchbruchs. Die Spanierin ist von einer Fahrerin mit großem Potenzial zu einer der prägenden Protagonistinnen des Frauenradsports aufgestiegen. Nach einem nahezu perfekten ersten Halbjahr hat ihr Debüt bei der Tour de France Femmes 2026 bestätigt, dass ihr Leistungslimit noch lange nicht erreicht ist.
Blasi reiste zur Grande Boucle, nachdem sie ein außergewöhnliches Jahr mit Siegen bei der Vuelta a Espana Femenina, der Amstel Gold Race, der Katalonien-Rundfahrt der Frauen und der Tour der Pyrenäen hingelegt hatte. Eine Siegessammlung, die sie bereits zu den großen Stars des Pelotons zählte, aber bei ihrer ersten Teilnahme an der Tour noch ausgebaut werden konnte.
Und so kam es. Die Spanierin beendete die Gesamtwertung als Fünfte – ein hoch einzuschätzendes Ergebnis, zumal sie nicht einmal als Kapitänin des UAE Team L'IMAD ins Rennen gegangen war. Zudem setzte sie mit einem spektakulären Auftritt auf der Schlussetappe den Schlusspunkt unter ihre Teilnahme und holte in Nizza Platz zwei.
Der fünfte Gesamtrang allein würde schon genügen, um ihr erstes Erlebnis bei der Tour de France Femmes als herausragend zu bewerten. Doch die Eindrücke lieferten noch mehr Gründe für Optimismus.
Blasi konnte in einem Rennen mit maximalen Anforderungen mit einigen der besten Fahrerinnen der Welt mithalten und vor allem zeigen, dass sie selbst auf der größten Bühne des Kalenders um Spitzenplätze kämpfen kann.
Ihr zweiter Platz auf der Schlussetappe war besonders aussagekräftig. Die Spanierin verpasste einen Sieg, der ihr Debüt noch spektakulärer abgerundet hätte, zeigte aber eines glasklar: Paula Blasi ist bereit, um alles mitzufahren.
Und die Fans müssen nicht lange warten, um sie wieder in Aktion zu sehen.
Paula Blasi in einem Rennen der Saison 2026
Die Tour of Britain ist ihre nächste Herausforderung
Blasis nächstes Ziel steht bereits im Kalender. Die Spanierin plant den Start bei der Tour of Britain Women 2026, die vom 19. bis 23.08.2026 ausgetragen wird.
Das britische Rennen bietet sich als perfekte Gelegenheit an, ihre außergewöhnliche Form zu verlängern und weitere Topresultate zu sammeln, bevor sie den großen Saisonhöhepunkt ins Auge fasst.
Nach ihrem fünften Platz bei der Tour erscheint selbst der Kampf um die Gesamtwertung der Tour of Britain keineswegs unrealistisch. Blasi kommt mit Selbstvertrauen, Rennhärte und vor allem mit der Gewissheit, gegen die Besten bestehen zu können.
| Nächstes Ziel | Datum | Vorgabe |
| Tour of Britain Women 2026 | 19.-23. August | Um die Gesamtwertung kämpfen und weiter Topresultate sammeln |
| WM Montreal 2026 | 20.-27. September | Mit Spanien um Gold fahren |
Montreal, der große Termin am Horizont
Gibt es jedoch ein Rennen, das in Paula Blasis Kalender rot markiert ist, dann ist es die WM in Montreal 2026.
Sofern es keine Überraschung gibt, wird die Spanierin als klare Anführerin der spanischen Auswahl zur Weltmeisterschaft anreisen. Nach allem, was sie in dieser Saison erreicht hat, ist ihre Bewerbung, um eine WM-Goldmedaille zu kämpfen, mehr als legitim.
Die Voraussetzungen sind ideal. Blasi hat bereits gezeigt, dass sie Rennen von großem Prestige gewinnen, in Klassikern bestehen, Rundfahrten dominieren und nun auch über drei Wochen bei der Tour de France Femmes liefern kann. Deshalb könnte die WM zum krönenden Abschluss einer historischen Saison werden.
Zunächst steht die Tour of Britain an. Dort kann sie weiter wachsen, Selbstvertrauen tanken und ihrem herausragenden Jahr 2026 ein weiteres Spitzenergebnis hinzufügen. Danach folgt Montreal, wo das Ziel noch größer ist.
Paula Blasi ist längst ein Superstar des Frauenradsports. Jetzt will sie das im Trikot Spaniens endgültig unterstreichen.