Paul Seixas steht nach seiner außergewöhnlichen Saison 2026 vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Noch ist offen, bei welcher Grand Tour der junge Franzose im kommenden Jahr an den Start gehen wird. Nach seinem historischen Triumph bei der
Lombardei-Rundfahrt und dem vierten Gesamtrang bei der
Tour de France gönnt sich der 20-Jährige zunächst einige Wochen Erholung. Anschließend will er gemeinsam mit seiner Mannschaft Decathlon CMA CGM die sportlichen Ziele und den Rennkalender für 2027 festlegen.
Dabei ist keineswegs sicher, dass Seixas erneut die Frankreich-Rundfahrt bestreiten wird. Stattdessen könnten auch der
Giro d'Italia oder die Vuelta a Espana in den Mittelpunkt seiner Saisonplanung rücken. Eine Teilnahme an der Tour de France wurde bislang jedenfalls nicht bestätigt.
Decathlon CMA CGM hält sich bei der Grand-Tour-Planung alle Optionen offen
Für Seixas ist die Wahl seiner nächsten Grand Tour von besonderer Bedeutung. Der Franzose hat sich mit seinen herausragenden Leistungen 2026 endgültig als eines der größten Talente des internationalen Radsports etabliert. Entsprechend hoch sind inzwischen die Erwartungen an seine weitere Entwicklung. Bei Decathlon CMA CGM möchte man deshalb sorgfältig abwägen, welches Rennprogramm dem jungen Fahrer die besten Voraussetzungen bietet, um den nächsten Schritt zu machen und erstmals bei einer Grand Tour auf das Podium zu fahren.
Paul Seixas hat sich mit Platz vier bei der Tour de France 2026 und seinem Triumph bei der Lombardei-Rundfahrt in der Weltspitze etabliert. Für 2027 erwägt Decathlon CMA CGM nun auch einen Start beim Giro d'Italia oder der Vuelta a Espana.
Sportdirektor Julien Jurdie bestätigte gegenüber RMC Sport, dass die Entscheidung über Seixas' Grand-Tour-Programm für 2027 noch aussteht. Fest steht allerdings bereits, dass die französische Mannschaft mit ihrem Nachwuchsstar bei einer der drei großen Landesrundfahrten um einen Spitzenplatz kämpfen möchte. Ob dieses Ziel beim Giro, bei der Tour oder bei der Vuelta verfolgt wird, ist derzeit noch offen.
„Paul liebt Strade Bianche“, erklärte Jurdie und gab zugleich einen ersten Einblick in die bereits geplanten Klassikerstarts des Franzosen. „Nächstes Jahr fährt er wieder Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt. Natürlich wollen wir bei einer Grand Tour um das Podium kämpfen. Wir werden sehen, welche er bestreitet.“
Giro d'Italia als Vorbereitung auf die Radsport-WM 2027 in Frankreich?
Damit bleiben grundsätzlich alle drei Grand Tours eine realistische Möglichkeit. Nach seinem beeindruckenden vierten Gesamtrang beim Tour-Debüt 2026 erscheint eine erneute Teilnahme an der Frankreich-Rundfahrt zunächst als naheliegende Wahl. Doch auch der Giro d'Italia und die Vuelta a Espana könnten für Seixas sportlich reizvolle Alternativen darstellen. Welche der drei Rundfahrten im Mittelpunkt seiner kommenden Saison stehen soll, hat Decathlon CMA CGM bislang nicht entschieden.
Eine wichtige Rolle bei diesen Überlegungen könnte die
Radsport-WM 2027 spielen. Die nächste Ausgabe der sogenannten Super-Radsport-WM wird Ende August in Frankreich ausgetragen. Nach den bisher bekannten Informationen dürfte das Streckenprofil den Fähigkeiten von Seixas besonders entgegenkommen und ihm damit eine interessante Gelegenheit bieten, auch bei diesem Großereignis um ein Spitzenergebnis zu kämpfen.
Vor diesem Hintergrund könnte ein Start beim Giro d'Italia eine strategisch sinnvolle Alternative darstellen. Die Italien-Rundfahrt würde Seixas die Möglichkeit eröffnen, seinen Saisonaufbau gezielt auf die Radsport-WM im eigenen Land auszurichten. Allerdings handelt es sich bislang lediglich um ein denkbares Szenario. Eine entsprechende Planung wurde von Decathlon CMA CGM noch nicht bestätigt.
Zugleich wäre der Giro eine interessante Alternative zu jener Rundfahrt, bei der Seixas bereits 2026 bewiesen hat, dass er im Gesamtklassement mit den besten Fahrern der Welt konkurrieren kann. Entscheidend wird deshalb sein, welche sportlichen Schwerpunkte die Mannschaft setzen möchte und wie sich die unterschiedlichen Saisonziele am besten miteinander vereinbaren lassen.
Die Tour de France bleibt für Seixas eine besonders reizvolle Option
Trotz der möglichen Vorteile eines Starts beim Giro oder bei der Vuelta bleibt die Tour de France selbstverständlich eine ernsthafte Option. Als französischer Fahrer im Trikot einer französischen Mannschaft besitzt das wichtigste Radrennen seines Heimatlandes für Seixas eine besondere Bedeutung. Ein erneuter Start würde entsprechend große Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Hinzu kommt, dass der Franzose bei seiner Tour-Premiere 2026 im Alter von gerade einmal 19 Jahren bereits den vierten Gesamtrang belegte. Dieses außergewöhnliche Ergebnis dürfte bei der Entscheidung über seinen Rennkalender eine wichtige Rolle spielen. Seixas kennt die Anforderungen der dreiwöchigen Frankreich-Rundfahrt inzwischen aus eigener Erfahrung und hat gezeigt, dass er selbst im Hochgebirge mit der Weltspitze mithalten kann. Dennoch ist seine Teilnahme an der Ausgabe 2027 bislang keineswegs beschlossene Sache.
Zunächst steht für den inzwischen 20-Jährigen nach einer langen und erfolgreichen Saison die wohlverdiente Erholung im Vordergrund. Mit seinem Triumph bei der Lombardei-Rundfahrt und zahlreichen weiteren starken Auftritten bei den größten Eintagesrennen hat er seine außergewöhnliche Klasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nach der Pause soll der nächste Abschnitt seiner sportlichen Entwicklung sorgfältig vorbereitet werden.
Das Ziel von Decathlon CMA CGM ist dabei klar: Paul Seixas soll 2027 erneut bei einer Grand Tour um das Podium kämpfen. Offen bleibt lediglich, bei welcher der drei großen Landesrundfahrten er diese Herausforderung annehmen wird. Der Giro d'Italia könnte sich mit einer gezielten Vorbereitung auf die Radsport-WM in Frankreich verbinden lassen, während die Tour de France als jenes Rennen lockt, bei dem Seixas sein enormes Potenzial bereits eindrucksvoll demonstriert hat. Eine endgültige Entscheidung über seinen Rennkalender wird in den kommenden Wochen erwartet.