„Ich habe sofort gemerkt, dass meine Zähne weg waren“: Rick Pluimers muss nach schmerzhaftem Sturz zum Zahnarzt

Radsport
Samstag, 28 Februar 2026 um 22:00
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Der entscheidende Moment des Omloop Het Nieuwsblad wurde von einem schweren Sturz am berühmten Molenberg geprägt. Während Florian Vermeersch und Mathieu van der Poel zum Finale wegfuhren, waren Rick Pluimers’ Chancen schlagartig dahin. Der Niederländer verlor auf den rutschigen Kopfsteinpflasterpassagen den Halt, stürzte schmerzhaft, verlor mehrere Zähne und blockierte das hintere Feld massiv.

Rutschpartie auf nassem Pflaster

Pluimers fuhr ganz vorne, als das Rennen den Molenberg erreichte. Als Vermeersch zur Tempoverschärfung antrat, versuchte Pluimers, direkt an seinem Hinterrad zu bleiben. Doch die nassen, tückischen flämischen Pflastersteine wurden ihm zum Verhängnis.
„Ich bin einfach weggerutscht“, erklärte Pluimers im Ziel gegenüber WielerFlits, die Verletzungen im Gesicht deutlich sichtbar. „Ich wollte Florian folgen. Ich bin gerade von der Krone eines Pflastersteins herunter, da rutschte mir das Rad weg. Dann bin ich mit dem Gesicht voran aufgeschlagen. Das war extrem bitter. Ich glaube, heute wäre viel möglich gewesen, denn die Beine waren gut. Aber wenn du stürzt, kannst du das nicht zeigen.“
Beim Aufprall brachen ihm die oberen Schneidezähne zur Hälfte ab. Ein Team-Soigneur bemerkte, die Verletzung sei sehr schmerzhaft, weil die Nerven freilagen, doch Pluimers blieb gefasst. „Ich habe sofort gemerkt, dass die Zähne weg sind“, sagte er. „Zum Glück ist es nicht allzu schlimm. Sie sind wahrscheinlich an einer günstigen Stelle gebrochen, aber ich muss trotzdem zum Zahnarzt. Dort sehen wir weiter.“
Der Sturz hatte enorme Auswirkungen auf das Rennen. Während Mathieu van der Poel wie durch ein Wunder einen Fuß ausklickte und um den stürzenden Landsmann herumlenkte, mussten andere wie Christophe Laporte hart bremsen und wurden komplett aufgehalten. So konnten Van der Poel, Vermeersch und Tim van Dijke entkommen und die entscheidende Spitzengruppe bilden. Am Ende siegte Van der Poel solo.
Pluimers war sich des Chaos hinter ihm bewusst. „Ich hätte das Rennen lieber anders geprägt“, räumte er ein. „Es ist schade. Der Molenberg ist ein Schlüsselmoment. Wenn du dort stürzt, weißt du, dass du Fahrer aufhältst. Dafür entschuldige ich mich bei den Jungs. Ich wäre lieber auf dem Rad geblieben.“
Pluimers wechselte 2023 vom Jumbo-Entwicklungsteam zu Tudor
Pluimers moved from Jumbo devo team to Tudor in 2023

Gute Form, aber Pech

Im Ziel in Ninove wartete bereits ein Teamwagen, um Pluimers direkt zum Zahnarzt zu bringen. „Wir müssen die Zähne richten. Das hat jetzt Priorität“, sagte er. „Außerdem schmerzt die Hand etwas, aber ich glaube, es ist nicht allzu schlimm.“
Trotz des Pechs zeigte Pluimers zuletzt starke Form, mit zwei Top-Ten-Ergebnissen bei der Tour of Oman und Rang drei bei der Classic Var. Der Niederländer nimmt mit, dass die Beine für die großen Klassiker bereit sind.
„Das Gefühl ist gut“, bestätigte Pluimers. „Das ist positiv, auch wenn ich lieber mit der Spitze bis ins Ziel gefahren wäre.“
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