Der Sanitätsraum bei
UAE Team Emirates - XRG füllt sich in diesem Frühjahr zusehends. Zwar gewinnt das Team weiter Rennen, doch mehrere Fahrer stürzten in den vergangenen Wochen. Zwischen den schlechten Nachrichten aus Italien und den Trainingslagern gibt es jedoch endlich Positives vom belgischen Meister
Tim Wellens, der bereits intensiv an seinem Comeback arbeitet.
Tim Wellens startet sein Comeback
Wellens brach sich das Schlüsselbein bei einem heftigen Sturz in Kuurne–Brussel–Kuurne, noch bevor er die entscheidende Hügelsektion erreichte. Die Verletzung machte eine Operation nötig und zerstörte seine Pläne für die großen Pflasterklassiker wie die Ronde van Vlaanderen. Direkt nach dem Sturz teilte er seinen Frust online.
„Die Reha hat bereits begonnen. Ich bin enorm enttäuscht, die kommenden Rennen zu verpassen, aber ich werde meine Teamkollegen vor dem Fernseher anfeuern“, schrieb der belgische Meister.
Ein unkomplizierter Schlüsselbeinbruch heilt in der Regel in etwa sechs Wochen, und Wellens hofft auf eine schnelle Rückkehr, um Ende April noch die Ardennenklassiker zu bestreiten. Um zu zeigen, dass er nicht aufgibt, teilte er kürzlich
ein Foto von seinem Balkon in Monaco. Trotz sichtbarer Verbände und Schürfwunden saß er lächelnd auf der Rolle. Dazu schrieb er eine kurze, motivierte Botschaft: „Okay, let’s go.“
Tim Wellens gewann die Clásica Jaén Paraíso Interior 2026
Gravel-Sturz für Jan Christen
Während Wellens zu Hause regeneriert, hat sein Team in Italien eigenes Pech. Auf der zweiten Etappe von Tirreno–Adriatico stürzte der junge Schweizer
Jan Christen in einer rutschigen Gravel-Kurve im Finale. Besonders bitter, da Christen gerade bei Strade Bianche mit Rang sechs überzeugt hatte.
UAE bestätigte rasch in den sozialen Medien, dass Christen körperlich in Ordnung ist. Der Sturz kostete ihn jedoch 57 Sekunden auf Etappensieger
Mathieu van der Poel. Durch den Rückstand dürfte Christen seine Ziele anpassen und für Teamkollege
Isaac del Toro fahren, der am selben Tag das Gesamtleadertrikot übernahm.
Gefahr lauert leider nicht nur im Rennen. Davide Stella, ein talentierter Fahrer des UAE-Development-Teams, berichtete auf Instagram, dass er beim Training von einem Fahrzeug angefahren wurde. Seine Frustration war deutlich spürbar.
„Der Fahrer war abgelenkt und hat mich nicht gesehen. Ich habe es satt, dass das schon wieder passiert, auch wenn es mir gut geht“, erklärte Stella.