Das Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Team gehört auf dem
Transfermarkt 2026/2027 zu den großen Akteuren – und setzt seine hochkarätige Einkaufstour fort. Am Mittwochmorgen machte die Schweizer Mannschaft den nächsten namhaften Transfer offiziell: Der viermalige britische Zeitfahrmeister
Ethan Hayter wechselt zur Saison 2027 ins Team.
Hayter wurde 2020 bei Netcompany INEOS Profi und entwickelte sich schnell zu einem ausgesprochen vielseitigen Fahrer. Der Brite kommt mit welligem Terrain zurecht, verfügt über einen starken Sprint und besitzt zudem herausragende Qualitäten im Kampf gegen die Uhr. In den vergangenen Jahren rückte das Zeitfahren noch stärker in seinen Fokus. Für seine weitere Entwicklung in dieser Disziplin wechselte Hayter zu Soudal - Quick-Step und passte auch seine Trainingsschwerpunkte entsprechend an.
„Ethan ist ein Rennfahrer“ – Ryder schwärmt vom Neuzugang
Nach zwei Jahren beim belgischen Team hatte Hayter während der Vuelta a Espana erklärt, auf der Suche nach einem Vertrag für 2027 zu sein. Das Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Team reagierte schnell. „Ethan ist ein Rennfahrer. Genau das begeistert uns daran, ihn in dieses Team zu holen“, erklärte Teamchef Doug Ryder in einer Pressemitteilung.
Ethan Hayter verlässt nach zwei Jahren Soudal - Quick-Step und schließt sich 2027 dem ambitionierten Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Team an.
Vor allem Hayters Kombination aus körperlichen Fähigkeiten und offensiver Rennweise überzeugte die Verantwortlichen. „Er verfügt über einen enormen Motor, ist sehr stark gegen die Uhr und hat bei der Vuelta erneut gezeigt, dass er das Rennen aktiv gestalten und Chancen kreieren will, statt auf sie zu warten.“
Viermal gewann Hayter bereits die britischen Meisterschaften im Zeitfahren, aktuell trägt er erneut das nationale Meistertrikot. Ab der Saison 2027 fährt der Brite nun an der Seite seiner Landsleute
Tom Pidcock, Fred Wright und Tom Gloag.
Das Team ist zugleich davon überzeugt, dass Hayters Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. „Wir glauben außerdem, dass Ethan noch weiteres Potenzial besitzt. Er kommt in ein ambitioniertes Umfeld, in dem Fahrer und technische Partner eng zusammenarbeiten, um die Leistung zu steigern. Diese Neugier und Liebe zum Detail passen perfekt zu unserer Vision. Wir freuen uns darauf, ihm die Plattform zu geben, sein gesamtes Können zu zeigen.“
Hayter verlässt die WorldTour
Hayter verabschiedet sich damit von Soudal - Quick-Step und schließt sich wie bereits zuvor spekuliert dem Schweizer Team an. Seine Vielseitigkeit möchte der Brite auch in seinem neuen Umfeld ausspielen. „Ich würde mich als ziemlich vielseitig beschreiben. In den vergangenen Jahren lag mein Schwerpunkt stärker auf dem Zeitfahren, aber ich bin auch aus kleinen Gruppen gesprintet und mag anspruchsvolle Rennen sowie Etappenrennen sehr.“
Bei der jüngsten Vuelta a Espana schrammte Hayter denkbar knapp am Roten Trikot vorbei und musste sich im Auftaktzeitfahren lediglich Tadej Pogacar geschlagen geben. Doch gerade danach zeigte er jene offensive Mentalität, die sein neues Team besonders an ihm schätzt. „Bei der Vuelta war es nach dem knappen Ergebnis im Zeitfahren schön, einfach ins Renngeschehen einzusteigen und alles zu versuchen. Das möchte ich beibehalten.“
Hayter ist dabei nur ein Teil einer umfangreichen und hochkarätigen Transferoffensive des Schweizer Teams, das in den kommenden Jahren den Aufstieg in die WorldTour anstrebt. Neben dem Briten stoßen in diesem Winter auch Mauro Schmid, Pavel Bittner, Sebastian Berwick, Jan Castellon, Andrew August, Tom Crabbe, Niels Driesen und Liam O'Brien zur Mannschaft.
Für Hayter selbst war das Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Team keineswegs nur eine von mehreren Optionen. „Pinarello Q36.5 war eines der Teams, zu denen ich unbedingt wechseln wollte. Von außen wirkte es sehr gut organisiert und wie ein Team, das sich hervorragend entwickelt. Ich kenne bereits einige Fahrer und hatte das Gefühl, dass es sehr gut zu mir passen würde.“
Zeitfahren bleibt Hayters Ziel
In seinem neuen Umfeld möchte Hayter insbesondere seine Entwicklung im Zeitfahren weiter vorantreiben. Dabei setzt der Brite auf einen Ansatz, bei dem auch kleinste Details entscheidend sein können. „Für mich bedeutet Innovation, niemals selbstzufrieden zu werden. Es geht immer darum, Möglichkeiten zu finden, weiter voranzukommen und schneller zu werden – durch Training, Ernährung, Aerodynamik, Fahrräder, Laufräder, Reifen oder Bekleidung.“
Besonders die enge Zusammenarbeit zwischen Fahrern und Ausrüstern sieht Hayter als Chance, weiteres Potenzial freizusetzen. „Die direkte Zusammenarbeit mit den Marken ist spannend, weil das Feedback der Fahrer die Ausrüstung tatsächlich schneller machen kann. Wir fahren und testen sie jeden Tag, und diese Erfahrung kann bei gemeinsamer Arbeit sehr wertvoll sein“, schloss er.