Neues Kapitel für Soudal-Quick-Step: Sprinter vergleicht Wechsel mit Real Madrid – Saisonstart 2026 in Sicht
Radsport
Der italienische Sprinter Alberto Dainese wird 2026 für ein neues Team an den Start gehen. Obwohl er 2025 keinen Sieg verbuchen konnte, verpflichtete ihn Soudal-Quick-Step, um die bereits hochkarätige Sprinterriege weiter zu verstärken. Damit wechselt Dainese von der ProTour beim Tudor Pro Cycling Team in die WorldTour.
Vor einigen Tagen nahm Dainese an einem dreitägigen Treffen in Turnhout, Belgien, teil – dem heutigen Forschungs- und Entwicklungszentrum von Soudal. Dort lernte er seine neuen Teamkollegen, Trainer und Mitarbeiter kennen. Seine ersten Eindrücke teilte er mit bici.pro.
Positive erste Eindrücke
„Wir fuhren nach Belgien und trafen uns alle: Athleten, Sportdirektoren, ein Teil des Personals. Am ersten Tag habe ich das Bike Fitting gemacht und dann Trainer sowie Ernährungsberater kennengelernt. Am nächsten Tag traf ich den anderen Teil des Personals: Mentaltrainer, Ärzte, Masseure…“, erklärte Dainese.
Auf die Frage nach seinen Eindrücken antwortete er: „Ich finde alles sehr gut, professionell und sorgfältiger, als ich gedacht hatte. Das ist positiv. Wir haben auch den Sitz von Soudal besichtigt, aber nicht den Servicekurs des Teams.“
Zum Standort fügte Dainese hinzu: „Es ist eine moderne Struktur. Wir waren in der eigentlichen Soudal-Zentrale, nicht am Service-Parcours, wo sich das Teamlager befindet, sondern auf dem Hauptgelände, das mehrere Niederlassungen umfasst. Wir besichtigten die erste Produktionsstätte für Silikone, Klebstoffe und Dichtungsmittel. Es war beeindruckend, die Realität des Unternehmens wirklich zu sehen, und ich fand es großartig, die Mitarbeiter von Soudal kennenzulernen.“
Auf die Frage, ob das Personal die Fahrer erkannt habe, antwortete er: „Ja, natürlich, einige mehr als andere, vor allem die belgischen Fahrer. Wir wurden jedoch getrennt gehalten, da wir in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung waren. Sie kamen nicht, um uns zu stören, und wir störten sie nicht. Aber einige haben uns angesprochen, und das war nett.“
Treffen mit dem Team
Während des Besuchs hatte Dainese die Gelegenheit, mehrere seiner neuen Teamkollegen kennenzulernen, auch wenn der straffe Zeitplan wenig Raum für lange Gespräche ließ.
„Wir fuhren nicht mit dem Fahrrad, wir blieben zwei Nächte und drei Tage. Zwischen der Reise und den Meetings gab es nur zwei Arbeitstage. Es standen Besuche, Messungen, Treffen und körperliche Tests an. Zum Beispiel wurde der Kraftunterschied zwischen den Beinen mit einem Hocktest ermittelt. An einem Morgen habe ich nur eine Stunde gebraucht, weil ich mit Filippo Zana laufen gegangen bin“, sagte er.
Dainese sprach auch über seinen neuen Trainer: „Er ist Belgier und wird alle vier Italiener betreuen – also muss er bis Ende des Jahres Italienisch lernen! Er wirkt intelligent. Wir haben bereits zwei oder drei Dinge besprochen, die wir im Vergleich zu diesem Jahr umsetzen und verbessern können, vor allem nachdem ich 2024 zwei schwere Verletzungen hatte. Es war hart, dass ich damals noch nicht auf meinem Niveau war und die Trainingsstunden der Vorbereitung verpasst hatte.“
„Wahrscheinlich werde ich dieses Jahr ein bisschen mehr trainieren“, fuhr er fort. „Aber ich bin motiviert und möchte mich nach zwei enttäuschenden Saisons rehabilitieren. Seit meinem schrecklichen Sturz letzten Winter in Calpe war ich nicht mehr auf meinem Level. Es ist kein Zufall, dass ich jetzt schon wieder auf dem Rad sitze. Ich habe zwei Wochen pausiert, auch wenn ich noch gelaufen bin. Aber seit sechs Tagen bin ich wieder auf dem Rad, und die Empfindungen fühlen sich gut an.“

Alberto Dainese gewann eine Etappe bei der Vuelta a España 2023
Merlier - Magnier - Dainese: das beste Sprintertrio?
Dainese sprach auch über die Begegnung mit seinen neuen Kollegen Tim Merlier und Paul Magnier, die derzeit zu den besten Sprintern der Welt gehören, und darüber, wie es ist, für sie zu arbeiten.
„Es ist definitiv anregend, mit Leuten dieses Kalibers zusammen zu sein. Ich kann es kaum erwarten, mich vom ersten Trainingslager an mit ihnen zu messen. Sie sind die ersten und zweiten Sprinter der Welt, was die Anzahl der Siege in diesem Jahr angeht. Das motiviert mich auch. Dann werde ich einen dritten Kalender machen und versuchen, gut abzuschneiden. Eines ist sicher: Wir fahren hier Rennen, um zu gewinnen, und diese Mentalität gefällt mir. Es ist anders als in anderen Umgebungen. Das Einzige, was zählt, ist der erste Platz.“
Auf die Frage, ob er bereits mit Merlier und Magnier gesprochen habe, antwortete er: „Kurz gesagt, es gab so viele Leute zu treffen, dass es schwierig war, mit ihnen zu sprechen, auch weil sie ziemlich beschäftigt waren. Wir kannten uns von ein paar kurzen Gesprächen im Peloton, aber mehr auch nicht.“
Die Wolfsrudel-Mentalität
Mit Begeisterung beschrieb Dainese, was ihn am meisten beeindruckte: die berühmte Wolfsrudel-Mentalität des Teams.
„Die Mentalität. Sie macht den Unterschied. Man kann diesen Siegeswillen spüren. Für einen klassischen Jäger oder einen Sprinter wie mich ist es, als würde man zu Real Madrid gehen, wo man erwartet, jedes Spiel zu gewinnen. Man rennt, um zu gewinnen, und das treibt das ganze Team und den ganzen Stab an. Das hat mich schon immer beeindruckt und fasziniert, auch früher, als ich sie noch von außen gesehen habe. Man fühlt sich als Teil von etwas Größerem, von diesem berühmten Wolfpack… alle fahren vereint: alle für einen, einer für alle.“
Über den Sportdirektor Davide Bramati sagte Dainese: „Ich bin glücklich mit ihm. Ich kannte ihn nicht gut, aber er scheint ein sehr guter Anführer zu sein. Er gibt Energie, verfolgt uns, kümmert sich und gibt die richtigen Ratschläge. Brama ist sehr präsent in der Mannschaft. Mir wurde gesagt, dass er seit 30 Jahren in dieser Gruppe ist. Für uns Italiener – Dainese, Garofoli, Raccagni und Zana – wird er die Bezugsperson sein.“
Zur Saison 2026 bestätigte Dainese, dass er früh starten wird: „Im Moment weiß ich, dass ich in Australien beginnen werde. Stellen Sie sich vor, sie haben mich gefragt, wie ich es aufnehmen würde, gleich nach Down Under zu fahren. Und ich habe geantwortet: ‚Das wollte ich Sie auch gerade fragen!‘ Ich bin also froh, dass ich sofort anfangen kann.“
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- Also bitte, 1 MRT und man weiß bescheid. Vorausgesetzt die Ärzte sind keine Vollpfosten. Ich schreibe das, weil schon wieder PPNl das Thema ist.Wurm30-10-2026
- Wer ist Kimi Antonelli und hat Mercedes jetzt ein Radteam?Wurm29-10-2026
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- Ich bon etwas verwirrt, das ganze Jahr hieß es "Ineos hat mit Netcompany nen 100 Millionen Euro Fisch an Land gezogen. Plus das Total Enerfie Geld sollte doch genug vorhanden sein. Oder hat ne absurde Ablöse für Onley alles verbraucht? Dann sollte dwe Verantwortliche evtl gehangen werden ;)Wurm25-10-2026
- Hoffe sie setzen sich durch, ist überfällig und so kann's ja echt nicht weitergehen.Bonos10-10-2026
- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
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- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026









