Für
Florian Vermeersch lässt der Start an der Seite von
Tadej Pogacar bei
Strade Bianche kaum Zweifel am Ziel der Mannschaft.
Der Belgier übernimmt am Wochenende in der Toskana eine zentrale Helferrolle für den dreifachen Sieger. Auf den Sterrato-Sektoren soll er das Rennen härter machen und so den Boden für die entscheidenden Attacken bereiten, für die Pogacar bekannt ist.
Pogacars Präsenz formt das Rennen
Wie Vermeersch vor dem Rennen gegenüber
Cycling News erklärte: „Mit Tadej am Start fahren wir immer auf Sieg.“
Tadej Pogacar posiert vor seinem Straßenrand-Denkmal vor der Strade Bianche 2026
Nur wenige Fahrer haben in den vergangenen Jahren einen so deutlichen Fußabdruck bei Strade Bianche hinterlassen wie Pogacar. Der Slowene reist nach Siena mit der Chance auf seinen vierten Sieg an. Mit drei Erfolgen auf den toskanischen Schotterstraßen hat er den Rekord bereits eingestellt.
Seine Dominanz entstand häufig durch lange Attacken auf den Schottersektoren, die den Charakter des Rennens prägen. Besonders der Abschnitt Monte Sante Marie diente mehrfach als Startrampe für entscheidende Angriffe und zwang die Konkurrenz zu einer brutalen Verfolgung über den Sterrato.
Trotz Anpassungen am Parcours der Ausgabe 2026 - mit etwas kürzerer Gesamtdistanz und weniger Schotterkilometern - erwartet Vermeersch einen ähnlichen Rennverlauf. „Ich habe mir den Parcours nicht im Detail angeschaut. Ich glaube, er ist vielleicht etwas anders, aber ich denke, das Rennen wird exakt gleich ablaufen“, sagte er.
Ein zermürbender Kampf auf den weißen Straßen
Für Vermeersch unterscheidet sich Strade Bianche deutlich von den oft taktisch geprägten Klassikern in Belgien.
Anstatt komplexer Teammanöver oder überraschender Angriffe im Finale reduziert das Rennen das Feld meist schon früh auf die stärksten Fahrer, während die Schottersektoren ihren Tribut fordern.
„Auf jedem Abschnitt fallen hinten Fahrer zurück, und am Ende stehen die 20 oder 30 Besten im Finale und kämpfen um den Sieg“, erklärte Vermeersch. „In dieser Hinsicht ist es ein viel einfacheres Rennen, und Taktik hat weniger Einfluss als bei diesen Rennen in Belgien.“
Das Ergebnis ist häufig ein Rennen, das stärker von Ausdauer und reiner Kraft geprägt wird als von taktischen Spielchen.
Vermeersch findet rechtzeitig zur Form
Vermeersch reist mit Rückenwind aus den ersten Klassikern der Saison zur Strade Bianche. Besonders sein offensiver Auftritt beim Omloop Het Nieuwsblad zeigte, dass seine Form rechtzeitig für die kommenden Wochen ansteigt.
Seine Attacke in der entscheidenden Phase des Rennens unterstrich die Stärke, die er in die intensive Phase des Frühjahrs mitnehmen will.
„Omloop gibt mir einfach viel Bestätigung, dass ich gute Beine für die nächsten Wochen habe“, sagte er. „Jetzt kann ich zuversichtlich sein, dass meine Beine auch nächste Woche in Ordnung sein werden.“
Ein Team gebaut für den Sterrato
UAE Team Emirates - XRG reist erneut mit einer der stärksten Formationen nach Toskana. Neben Pogacar und Vermeersch geben Fahrer wie Isaac del Toro, Jan Christen, Felix Grossschartner, Florian Vermeersch und Kevin Vermaerke dem Team mehrere taktische Optionen auf dem anspruchsvollen Schotterkurs.
Für Vermeersch ist diese Tiefe längst ein Markenzeichen der Mannschaft. „Ich denke, das gilt überall. In jedem Rennen, in das wir starten, haben wir ein großartiges Team“, sagte er.
Und wenn sich dieses Team hinter Pogacar formiert, bleibt das Ziel fast immer gleich.
Wie Vermeersch vor dem Start in Siena betonte, ist der Ansatz eindeutig: Steht der Slowene am Start, fährt UAE Team Emirates - XRG nur mit einem Ziel - dem Sieg.