Die Vorbereitung auf
Strade Bianche verläuft selten ruhig. Trotzdem fand
Wout van Aert bei der Streckenbesichtigung auf den Schotterstraßen rund um Siena Zeit für einen humorvollen Moment.
Während einer Trainingsrunde vor dem Rennen am Samstag traf der Belgier auf einen spanischen Radsportfan. Der zeigte ihm stolz ein Handyvideo von einer früheren Begegnung der beiden.
Lockerer Moment mit Van-der-Poel-Fan
Im vergangenen Jahr waren sie gemeinsam bei einer Streckenbesichtigung von Paris-Roubaix unterwegs - über das berühmte Kopfsteinpflaster der Trouee dArenberg. Als Van Aert die Aufnahmen von sich sah, musste er lachen. „Ein bisschen schneller, was“, scherzte er, bevor ihm das Trikot des Fans auffiel.
Wout Van Aert trainiert auf Schotter vor der Strade Bianche 2026
Der Zuschauer trug die Farben von Alpecin-Premier Tech - dem Team seines langjährigen Rivalen
Mathieu van der Poel. Mit einem breiten Grinsen legte Van Aert nach. „Wenn du das Trikot wechselst, fährst du noch schneller.“
Der
Clip, den der Fan mit seiner großen Social-Media-Reichweite teilte, verbreitete sich schnell im Netz. Er zeigte einmal mehr die lockere Atmosphäre, die Fahrer bei Streckenbesichtigungen vor großen Rennen häufig erleben.
Rückkehr auf vertrautes Terrain
Hinter dem humorvollen Austausch steckt eine bemerkenswerte Rückkehr. Van Aert steht erstmals seit 2021 wieder bei Strade Bianche am Start - obwohl er eine der stärksten Bilanzen unter den aktuellen Favoriten vorweisen kann.
Bei vier Starts fuhr er dreimal aufs Podium, darunter sein dominanter Sieg im Jahr 2020.
Damals setzte er die entscheidende Attacke auf den Schottersektoren. Anschließend stürmte er die brutal steile Via Santa Caterina hinauf zum Ziel auf der Piazza del Campo in Siena.
Schon zuvor hatten seine Resultate seine besondere Beziehung zu diesem Rennen gezeigt. 2018 wurde Van Aert bei seinem Debüt Dritter, 2019 wiederholte er dieses Ergebnis - und 2020 folgte schließlich der Sieg.
Geboren für die weißen Straßen
Das Profil von Strade Bianche passt seit jeher perfekt zu Van Aert. Die Kombination aus Schottersektoren, kurzen explosiven Anstiegen und permanentem Positionskampf belohnt Fahrer mit starker Radbeherrschung und der Fähigkeit, immer wieder Leistungsspitzen abzurufen.
Sein Hintergrund im Querfeldeinrennen macht ihn auf den toskanischen Sterrato-Passagen besonders sicher.
Sein letzter Start bei Strade Bianche datiert aus dem Jahr 2021, als er Platz 13 belegte. In den darauffolgenden Saisons verschwand das Rennen aus seinem Programm.
Nun kehrt der Belgier zur Ausgabe 2026 zurück - zu einem Rennen, bei dem er bei jedem Start zu den stärksten Fahrern gehörte. Und wenn der lockere Austausch bei der Streckenbesichtigung ein Hinweis ist, reist Van Aert entspannt und bereit für die Herausforderung nach Siena.