"Mit Mathieu zu fahren fühlt sich fast wie ein Privileg an" - Silvan Dillier über die Zusammenarbeit mit Van der Poel bei den Frühjahrsklassikern

Radsport
Freitag, 15 März 2024 um 19:00
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Silvan Dillier war in seiner Glanzzeit ein starker Klassikerfahrer, der beinahe Paris-Roubaix gewonnen hätte und AG2R bei den Kopfsteinpflaster-Klassikern anführte. Er wurde verpflichtet, um Teil des Blocks von Alpecin-Deceuninck für diese Rennen zu sein, und die Zusammenarbeit war für beide nahezu ideal.
"Bei Alpecin-Deceuninck hat sich in diesem Bereich eine gute Kultur entwickelt, auch dank der Teamleiter", sagte Dillier in einem Interview mit dem RIDE Magazine. "Sie achten auf das Gleichgewicht zwischen Gefühl und Verstand. Sie nehmen auch oft die Negativität weg, wenn sie nach einem missglückten Rennen bereits vorhanden ist. Es ist nicht das Ende der Welt. Es gibt immer ein nächstes Rennen. Das ist es, was dieses Team wirklich gut kann. Deshalb sprechen wir nach einem Rennen im Bus hauptsächlich über andere Dinge als über Verbesserungspunkte."
Der Schweizer stieß 2021 zu Alpecin und war seither an mehreren Monumentensiegen beteiligt. In diesem Jahr wird er wieder neben Mathieu van der Poel, aber auch sehr starken Fahrern wie Jasper Philipsen, Kaden Groves und Soren Kragh Andersen dabei sein, die alle in einem Kollektiv, das sich als sehr beeindruckend erwiesen hat, Ergebnisse anstreben werden.
"Selbst wenn er nicht gewinnt, steht er oft noch auf dem Podium. Ich finde es schwierig zu sagen, dass er besser ist als je zuvor. Mathieu hat es nur in Benidorm vermasselt. Aber dass dieser Frühling genauso langweilig und vorhersehbar sein wird wie der Cross-Winter? Nein, auch andere Fahrer sitzen nicht still. Ich erwarte wieder ein super hohes Niveau und tolle Rennen."
Der 33-Jährige wird am Samstag bei Milano-Sanremo 2024 als Domestique für van der Poel und Philipsen antreten, wo das Team seinen ersten Monumentsieg der Saison anstrebt. Und Dillier ist glücklich mit dem Kollektiv um ihn herum: "Um ehrlich zu sein, fühlt sich das Rennen mit Mathieu fast wie ein Privileg an. Ich sehe es als eine Chance, mit einem der größten Talente des Jahrhunderts in einem Team zu fahren und vor allem nicht gegen ihn."
"Es gibt mir zusätzliche Motivation, dass Van der Poel unser Leader ist. Wenn man jemanden im Team hat, der das Potenzial hat, ein Rennen zu gewinnen, gibt das eine andere Moral, als wenn man weiß, dass der fünfte Platz das Maximum ist. Ich betrachte dieses Gefühl und diese Arbeit als ein Privileg", schloss er.

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