„Mir fehlten die Beine“ – Florian Lipowitz unzufrieden mit seinen Kletterbeinen, während das nächste Duell im Tour-de-France-Gesamtklassement naht

Radsport
Sonntag, 19 Juli 2026 um 11:54
Florian Lipowitz, Red Bull - BORA - hansgrohe Profi
Florian Lipowitz hat sich zwar in der Gesamtwertung der Tour de France um einen Platz verbessert und liegt nun auf Rang 6, zufrieden war der Deutsche mit seiner Leistung auf der 14. Etappe am Samstag jedoch keineswegs. Der Red Bull - BORA Hansgrohe-Profi hat nach einem weiteren Etappensieg von Tadej Pogacar und dessen Solofinale, das seine Dominanz im Kampf um Gelb erneut unterstrich, 5:44 Minuten Rückstand.
Während hinter Pogacar die Besten der Verfolger eintrafen, verlor Lipowitz Zeit. Im spannenden Podiumskampf und mit Blick auf die Teamdynamik an der Seite von Remco Evenepoel büßten Lipowitz und Evenepoel im Duell um die Plätze 12 Sekunden auf Jonas Vingegaard und Paul Seixas ein.
Als Etappensiebter wartet der Podiumsfahrer von 2025 weiter darauf, seine besten Beine zu finden, denn die langen Anstiege fordern ihren Tribut. Gleichzeitig sorgte der Abstecher ins Elsass und die Nähe zu Deutschland am Wochenende für Extra-Motivation: Lipowitz freute sich sichtbar über die großen deutschen Fankulissen entlang der Strecke.
„Es war vom Start weg ein superharter Tag. Ich möchte allen deutschen Fans danken, dass sie da waren; ich hatte Gänsehaut auf dem Rad“, sagte Lipowitz nach der Etappe vor Reportern.
Lipowitz hob die Teamleistung hervor: Durch Evenepoels späten Aufschwung am Schlussanstieg konnte der Zeitfahr-Weltmeister in den letzten Kilometern helfen, Isaac del Toro sowie Seixas und Vingegaard wieder einzufangen.

Probleme zwischen Lipowitz und Evenepoel

Die Red-Bull-Kapitäne hatten nach Etappe 6 und dem Col du Tourmalet Probleme, als Evenepoel ihn öffentlich kritisierte. In den Folgetagen legten beide ihre Differenzen jedoch offenbar beiseite.
„Heute haben mir ein wenig die Beine gefehlt, ich hätte mir mehr erhofft“, sagte er. „Wir können mit der Teamleistung zufrieden sein und haben am Ende nicht viel Zeit verloren. Wir kämpfen weiter.“
Etappe 15 endet am Plateau de Solaison, einem brutalen Finale über 11,3 Kilometer mit 9,1 Prozent im Schnitt. Es dürfte der bislang härteste Schlussanstieg der Grande Boucle werden – mit weiteren Abständen im Gesamtklassement bis Sonntagabend und vor dem zweiten Ruhetag.
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