„Mein Frühjahr ist bisher makellos verlaufen“ – Matteo Jorgenson startet ins Amstel Gold Race ‚genau dort, wo ich sein will‘

Radsport
Sonntag, 19 April 2026 um 10:45
Matteo Jorgenson
Matteo Jorgenson geht mit wachsender Zuversicht und klarer Zielsetzung in das Amstel Gold Race, nachdem Team Visma | Lease a Bike dem US-Amerikaner das Vertrauen als Anführer ihrer Ardennen-Kampagne ausspricht. Nach einem Frühjahr der Konstanz und einem angepassten Rennprogramm ist der 26-Jährige überzeugt, dass Form und Vorbereitung zum richtigen Zeitpunkt zusammenpassen.
Im Vorfeld des Rennens am Sonntag klang Jorgenson bei der Einschätzung seiner Verfassung selbstsicher. „Mein Frühjahr ist bislang reibungslos verlaufen und ich fühle mich gut. Im Moment bin ich genau da, wo ich sein möchte.“ Dieses Gefühl der Kontrolle über die eigene Form war zentral für seinen Aufbau, denn der Ardennen-Block ist ein bewusstes Saisonziel und kein nachträglicher Zusatz.

Neuer Ansatz bringt frischen Schub vor den Ardennen

Eine wesentliche Änderung in Jorgensons Saison 2026 ist sein modifizierter Rennkalender, weg vom klassischen Frühjahr hin zu einem gezielt auf diese Rennen ausgerichteten Programm. „Mein Ziel war es, die Ardennen-Klassiker in guter Form und gesund zu beginnen, und das habe ich erreicht“, erklärte er und verwies auf die Vorteile dieser Entscheidung. „Ich habe mich für einen anderen Rennkalender entschieden, und er funktioniert gut für mich. Dieser neue Ansatz mit den italienischen Rennen hat mir frischen Schub gegeben. Ich habe neue Erfahrungen gesammelt, die ich in diese wichtigen Rennen mitnehmen kann.“
Diese maßgeschneiderte Vorbereitung mündet nun direkt in Amstel, ein Rennen mit unerbittlichem Rhythmus an Anstiegen, das seinen Eigenschaften entgegenkommt. „Am Sonntag kommen die Anstiege Schlag auf Schlag, das macht das Rennen so hart. Es ist die Art von Rennen, die Fahrern wie mir liegt, in der ich meine Stärken ausspielen kann.“
Für Jorgenson geht es nicht nur um Form, sondern um Timing. Die Ardennen-Klassiker sind ein klares Saisonziel, und das Auftaktrennen bietet die frühe Chance, Vorbereitung in Ergebnis zu verwandeln. „Die Motivation im Team ist groß, um den Sieg zu kämpfen. Ich habe lange auf diesen Zeitraum hingearbeitet und bin froh, dass er endlich da ist.“
Matteo Jorgenson bei der Strade Bianche 2026
Matteo Jorgenson bei der Strade Bianche 2026

Visma-Rückhalt und Teamtiefe eröffnen mehrere Optionen

Bei Team Visma | Lease a Bike wird Jorgensons Führungsrolle durch internes Vertrauen und ein Aufgebot untermauert, das das Rennen auf unterschiedliche Weise prägen kann. Sportdirektor Frans Maassen, der die Mannschaft aus dem Wagen steuert, betonte diesen Glauben. „Wir haben ein Team, das um den Sieg mitfahren kann“, sagte er und hob Vorbereitung und Ambition innerhalb der Auswahl hervor.
Maassen verwies zudem auf die Bedeutung der kollektiven Stärke um ihren Kapitän. „Matteo hat sich gut auf diese Phase der Saison vorbereitet und ist motiviert, dem Rennen seinen Stempel aufzudrücken. Er wird von einer starken Gruppe unterstützt.“ Unter ihnen bleibt Ben Tulett ein möglicher Faktor, auch wenn seine Verfassung nach einem jüngsten Sturz noch unklar ist. „Es bleibt abzuwarten, wie gut sich Ben Tulett von seinem Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt erholt hat. Der Kurs des Amstel Gold Race liegt ihm, daher kann auch er eine wichtige Rolle spielen.“
Darüber hinaus herrscht im Team Rückenwind nach einem prominenten Erfolg in den Pflasterklassikern, was Maassen als Hintergrund für die nächste Saisonphase einordnete. „Wir haben Wout van Aerts Sieg bei Paris–Roubaix alle genossen. Es wäre großartig, diesen Schwung in diese besondere Woche für das Team mitzunehmen.“
Mit einem Leader in Form und einer Mannschaft, die sich an die Unwägbarkeiten des Rennens anpassen kann, reist Visma mit klarer Absicht nach Limburg. Für Jorgenson ist die Botschaft einfach: Die Vorbereitung war präzise, die Form stimmt, und nun bietet sich die Chance, das in ein Ergebnis umzumünzen.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading