Matteo Jorgenson nach schwerem Sturz ins Krankenhaus gebracht

Radsport
Montag, 20 April 2026 um 6:00
Jorgenson und Artz stürzten schwer, als sie Evenepoel folgen wollten
Die mit Spannung erwartete Rückkehr von Matteo Jorgenson in den Rennbetrieb nahm heute beim Amstel Gold Race eine enttäuschende Wendung. Alles schien nach Plan zu laufen, als er sich spät im Rennen der Eliteauswahl der Favoriten anschloss. Doch ein plötzlicher Sturz von Huub Artz und Kévin Vauquelin riss ihn hart zu Boden, zwang ihn zur Aufgabe und ins örtliche Krankenhaus. Der Vorfall ließ Team Visma | Lease a Bike ohne designierten Kapitän zurück und beendete faktisch die Chancen auf ein Ergebnis an einem Tag, an dem letztlich Remco Evenepoel den Sieg holte.
Das Rennen öffnete sich endgültig etwas mehr als 40 Kilometer vor dem Ziel. Am steilen Gulperberg lancierte Romain Grégoire eine scharfe Attacke und zwang die Hauptfavoriten, ihre Karten offenzulegen. Jorgenson war aufmerksam und reagierte sofort, sprang mit in die Bewegung zusammen mit anderen Topfavoriten wie Remco Evenepoel, Mattias Skjelmose und Kévin Vauquelin. Die Gruppe erreichte gemeinsam den Gipfel und wirkte bereit, den Druck bis ins Ziel hochzuhalten.
Für Jorgenson lösten sich die guten Karten jedoch kurz darauf in Luft auf. Wenig nach der Kuppe ging in der Spitzengruppe etwas schief. Kévin Vauquelin stürzte, und Jorgenson konnte nicht mehr ausweichen. Der US-Amerikaner kam schwer zu Fall und musste das Rennen aufgeben.

Teamchefs reagieren auf den Rückschlag

Der Sturz war ein herber Schlag für Team Visma | Lease a Bike, das große Hoffnungen in Jorgenson für diesen Rennblock gesetzt hatte. Sportdirektor Frans Maassen sprach im Anschluss mit den Medien und brachte seinen Frust darüber zum Ausdruck, wie schnell sich eine vielversprechende Lage auflöste.
„Wir hatten hohe Erwartungen an dieses Rennen und waren sehr gut vorbereitet. Jeder konnte sehen, dass Matteo in Topform war. Umso frustrierender ist es, dass unser Tag so endete. Als Team waren wir durchgehend gut positioniert. Die Fahrer haben einen großartigen Job gemacht, Matteo den ganzen Tag über vorne zu halten. Das Ziel war, den Gulperberg und den Kruisberg unter den Ersten zu überqueren. Er sah auf diesen Anstiegen frisch aus, aber kurz danach stürzte er leider. Das ist extrem enttäuschend.“
Der Vorfall wirft nun große Fragezeichen hinter Jorgensons unmittelbares Programm. Der 24-Jährige hatte die Ardennen-Klassiker als Hauptziel seines Frühjahrs definiert. Nach starken Auftritten bei den italienischen Rennen zu Jahresbeginn ließ er die Pflasterklassiker in Flandern und Roubaix komplett aus und entschied sich stattdessen für ein Höhentrainingslager, um für das Amstel Gold Race, den La Flèche Wallonne und Lüttich–Bastogne–Lüttich die Bestform zu treffen.
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