Interview Mattias Skjelmose: „Remco Evenepoel hat mich klar und fair geschlagen"

Radsport
Sonntag, 19 April 2026 um 18:39
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Mattias Skjelmose hat den Amstel Gold Race 2025 vor Tadej Pogacar und Remco Evenepoel gewonnen – und für den Lidl-Trek-Kapitän scheint das Rennen wie gemacht. Skjelmose war als Einziger in der Lage, am Sonntagnachmittag dem Tempo von Evenepoel zu folgen, musste sich in Valkenburg jedoch mit Platz zwei begnügen, weil der Olympiasieger schlicht zu stark war.
Nach einer Erkrankung bei der Baskenland-Rundfahrt war unklar, ob er zum Auftakt der Ardennen-Klassiker seine besten Beine finden würde. Glücklicherweise tat er das – und als Romain Grégoire die entscheidende Attacke setzte, war er in der kleinen Gruppe dabei. Als dann Kévin Vauquelin und Matteo Jorgenson stürzten, fuhr er bereits vorne und schaffte es in die Sieggruppe.
Gegen einen Evenepoel, der bergauf wie in der Ebene am stärksten wirkte, gab es in den letzten Kilometern im direkten Duell jedoch realistisch keinen Weg zur Oberhand. „Er war der Stärkste. Letztes Jahr hatte ich Glück, aber dieses Jahr hat er mich klar und fair geschlagen. Ich war am Limit, mehr hatte ich nicht. Ich habe alles gegeben. Am Ende bin ich mit Platz zwei zufrieden.“
Die Wette galt dem Sprint, den er von vorne eröffnete. Doch die Wattzahlen reichten im Antritt zur Linie nicht, der zweite Platz war eindeutig. „Ich war am Limit, also musste der Sprint so kurz wie möglich sein. Aber es war offensichtlich, dass er besser war. Ich habe es versucht, aber da war nichts zu machen.“

Erleichterung und ein perfektes Signal für die restlichen Ardennen

Der Däne darf nach ein paar schweren Tagen dennoch mit seiner Form zufrieden sein. Zudem hat er sich in dieser Woche klar als unumstrittener Leader bei Lidl-Trek positioniert und sich als starker Außenseiter für Topresultate in den verbleibenden Ardennen-Klassikern empfohlen.
„Es ist eine kleine Erleichterung. Es war ein harter Start ins Jahr, da fühlt sich ein zweiter Platz an wie Regen nach langer Dürre. Diese Rennen sind einzigartig. Von der technischen und intensiven Fahrweise ist es dem Kopfsteinpflaster-Klassiker am nächsten. Man ist ständig fokussiert, reagiert ununterbrochen. Mental zehrt das enorm, aber genau das macht es besonders.“
Mit Platz zwei gibt sich Skjelmose jedoch nicht zufrieden. Er will in Zukunft wiederholen, was ihm vor zwölf Monaten gelungen ist. „Es ist eines meiner Lieblingsrennen im Kalender. Ich habe hier gewonnen, ich war Zweiter – natürlich will ich zurückkommen und es erneut versuchen.“
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