„Man sah es Pedersen ins Gesicht geschrieben ... das war ein echter kathartischer Druckabbau“ – Matt Stephens betont die Ausreißer-Dominanz von Lidl-Trek

Radsport
Mittwoch, 08 Juli 2026 um 10:30
Mads Pedersen wins stage 4 of the 2026 Tour de France
Matt Stephens ist überzeugt, dass der Rest der Ausreißer Mads Pedersen den Sieg auf der 4. Tour-de-France-Etappe nicht hätte verwehren können – dank der Schwerstarbeit seiner Lidl-Trek-Helfer Quinn Simmons und Mathias Vacek.
Simmons und Vacek kontrollierten die ursprünglich 34-köpfige Spitzengruppe über den Schlussanstieg, erstickten Attacken im Keim und dosierten das Tempo so, dass ihr vielseitiger Sprinter durchkam und ins Ziel sprinten konnte, wo er im Finale der Topfavorit war.
Damit ernteten die US- und Tschechien-Meister viel Lob für ihre meisterhafte Kontrolle, die dem dänischen Ex-Weltmeister im Finale den Weg zum Sieg ebnete.
TNT-Sports-Analyst Stephens hob hervor, wie effektiv Lidl-Trek seine Fahrer einsetzte – beide wären ohne ihre Helferdienste für Pedersen womöglich selbst Etappenfavoriten gewesen.
„Im Grunde waren es die drei Favoriten, die performen konnten. Vacek hätte das allein gewinnen können, Simmons war großartig“, sagte Stephens bei TNT Sports nach der Etappe.

Stephens lobt das Zusammenspiel von Vacek und Simmons

„Vacek hatte zwischenzeitlich eine Minute Vorsprung, dadurch konnten sie sich zurücklehnen. Taktisch perfekt gespielt. Und im Finale: die Zeit, die Simmons an der Spitze fuhr, während Vacek alles abriegelte.“
Stephens betonte die Dominanz der Vorstellung und hatte nie Zweifel am Ausgang. Folgerichtig schlüpfte Pedersen ins Grüne Trikot des punktbesten Sprinters, während Vacek dank seiner Ausreißerleistung im Gesamtklassement nach vorn rückte und nun das Weiße Trikot des besten Jungprofis trägt.
„Sie hatten es absolut im Griff. Respekt an die anderen Jungs, die es mit in die finale Gruppe schafften. Aber gegen diese schiere Wattleistung war nichts auszurichten. Und wie ihr das unter Druck zu Ende gefahren habt, war völlig überzeugend.“
Auch Pedersens Jubel berührte Stephens: Nach einer von Verletzungen geprägten Saison wirkte der dritte Tour-de-France-Etappensieg des Dänen – sein erster seit 2023 – wie eine Befreiung.
Er ergänzte: „Sie werden jetzt feiern, die Stimmung im Team wird großartig sein. Aber man sah es in Pedersens Gesicht: Jeder Sieg ist schön, doch das war eine richtige kathartische Entlastung. So nach dem Motto: Endlich habe ich wieder einen Sieg auf dem Konto.“
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