Mads Pedersen ändert seine Tour-de-France-Vorbereitung – Ex-Weltmeister lässt die Baloise Belgium Tour aus und setzt auf ein anderes Rennen

Radsport
Dienstag, 16 Juni 2026 um 11:30
Mads Pedersen Tour de Flandes 2026
Mads Pedersen hat kurzfristig seine Vorbereitung auf die Tour de France 2026 angepasst und überraschend den Start bei der Baloise Belgium Tour gestrichen. Eigentlich ein ideales Formfeintuning für den Dänen, richtet er seinen Fokus stattdessen bis Juli auf zwei zentrale Ziele.
Pedersen wird nun voraussichtlich seine Aufmerksamkeit auf die Dänischen Meisterschaften lenken, bei denen er sowohl im Einzelzeitfahren als auch im Straßenrennen starten soll. Das Zeitfahren findet am 26.06. statt, das Straßenrennen am 28.06. – damit würde er seine Tour-Vorbereitung eine Woche vor dem Grand Départ abschließen.
Laut Berichten ist Pedersens Trainingsplan unverändert geblieben; es handelt sich lediglich um eine Anpassung seines Rennprogramms. Entsprechend sollte er ohne Formzweifel zur Tour de France anreisen.
Pedersen erlebte bislang eine durchwachsene Saison: Anfang des Jahres zog er sich bei der Volta a la Comunitat Valenciana eine Fraktur des linken Handgelenks und einen Bruch des rechten Schlüsselbeins zu, meldete sich jedoch in den Klassikern stark zurück.

Mads Pedersen peilt sein erstes grünes Trikot der Tour de France an

Vierter bei Mailand–Sanremo, Fünfter in der Flandern-Rundfahrt und Siebter bei Paris–Roubaix – der 30-Jährige zeigte erneut eine stabile Frühjahrskampagne. Seither bestritt er lediglich die Boucles de la Mayenne Ende Mai, wo er Platz zwei auf Etappe 3 und Rang vier insgesamt holte.
Zur Tour de France kehrt er nach seinen Siegesserien beim Giro d’Italia 2025 und der Vuelta a España zurück. Im Giro gewann er vier Etappen sowie die Punktewertung. Später im Jahr sicherte er sich einen Vuelta-Etappensieg und erneut das Punkteklassement.
Pedersen gilt als Anwärter auf die Punktewertung, das prestigeträchtige grüne Trikot hat er bislang noch nicht gewonnen.
Im hochklassigen Sprintfeld trifft er auf starke Konkurrenz, darunter Tim Merlier, Jasper Philipsen, Wout van Aert und Biniam Girmay sowie weitere Anwärter.
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