Remco Evenepoel erkundet Schlüsselanstiege der Tour de France - Red Bull - BORA Hansgrohe-Star kehrt für die Streckenerkundung aus dem Höhenlager zurück

Radsport
Montag, 15 Juni 2026 um 20:00
Remco Evenepoel
Remco Evenepoel mag vor der Tour de France nicht starten, doch ganz ohne Vorgeschmack bleibt es nicht. Der Red Bull - BORA Hansgrohe-Kapitän ist in Frankreich eingetroffen, um planmäßig mehrere Schlüsselabschnitte der Schlusswoche zu besichtigen.
Für seine erste Grand Tour mit Red Bull setzt Evenepoel auf eine exakt gesteuerte Vorbereitung. Im Mai trainierte er lange in der Höhe, anschließend folgten zehn Tage an seiner gewohnten Basis in Calpe, Spanien.
Am 04.07. wird er beim Grand Départ in Barcelona als Co-Leader mit Florian Lipowitz antreten – nach einem durchwachsenen Frühjahr. Der Belgier bestritt seit seinem dritten Platz bei Lüttich–Bastogne–Lüttich kein Rennen mehr, schöpft aber Zuversicht aus seinem starken Saisonstart mit acht Siegen – darunter der Amstel Gold Race.
Wie sein Team bereits mitteilte, ist Evenepoel nun im Südosten Frankreichs, um mehrere Etappen der letzten Woche zu sichten. HLN berichtet zudem konkret, welche Abschnitte und Anstiege der Belgier vor der Grand Tour unter die Räder nimmt.

Evenepoel testet alpine Anstiege in der Schlusswoche der Tour de France

Am Sonntag fuhr Evenepoel das Finale der 14. Etappe zwischen Mülhausen und Le Markstein-Fellering ab. Im Parc Naturel Régional des Ballons des Vosges liegen der Ballon d’Alsace, der Grand Ballon sowie der Schlussanstieg zum Skiort Le Markstein.
Am Montag stand erneut ein alpines Programm an: der Einzelzeitfahren-Kurs von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains, dazu Abschnitte der Etappe 15 zum Plateau de Solaison, der 18 nach Orcières-Merlette sowie der Etappen 19 und 20 mit Ziel auf dem ikonischen Alpe d’Huez.
Evenepoels Weg zur Tour de France sorgte für Diskussionen, einige monierten das Fehlen eines Vorbereitungsrennens. Sein Team betont jedoch, es gehe um maximale Steuerung und Feinschliff „bis auf den letzten Millimeter“.
Der Vuelta-a-España-Sieger von 2022 kehrt nach seinem Ausstieg im Vorjahr wegen Krankheit und Erschöpfung zur Tour zurück. Der 26-Jährige hofft, an seine Tour-Form von 2024 anzuknüpfen, als er einige der besten Leistungen seiner Karriere zeigte und hinter Sieger Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard Gesamtdritter wurde.
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