Lidl-Trek: Mads Pedersen kehrt bei Mailand–Sanremo ins Renngeschehen zurück – Däne ersetzt Jonathan Milan als Kapitän

Radsport
Donnerstag, 19 März 2026 um 19:15
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„Milano–Sanremo“ erhält an diesem Samstag einen unerwarteten Hauptdarsteller: Mads Pedersen. In einer überraschenden Wahl kehrt der Däne früher als geplant ins Renngeschehen zurück und ersetzt Jonathan Milan im Lager von Lidl-Trek – eine viel beachtete Rückkehr.
„Ehrlich gesagt war es nicht der Plan, Sanremo zu fahren, aber wir haben sehr gut trainiert und wollten spezifische Werte sehen, um in diesem Rennen ebenfalls eine realistische Chance auf ein gutes Ergebnis zu haben“, sagte Pedersen in einer Pressemitteilung. „Nach ein paar harten Einheiten in dieser Woche glauben wir, dass es eine gute Entscheidung ist, wieder zu starten, die Nummer anzustecken und wieder Rennrhythmus zu finden.“
Milan erkrankte und muss beim italienischen Monument passenhttps://radsportaktuell.de/radsport/offiziell-jonathan-milan-fallt-fur-mailandsanremo-krankheitsbedingt-aus-lidl-trek-fahrer-fallt-weg, auch wenn seine Siegchancen selbst in Topform überschaubar gewesen wären. Das Team hatte Ersatzoptionen, stünde aber ohne klaren Kapitän da. Die Idee, Pedersen einzusetzen, der sich vor anderthalb Monaten Handgelenk und Schlüsselbein brach, stand im Raum. Nun wird sie Realität.
„Natürlich hatten auch die Ärzte und mein Trainer ein Wort mitzureden, wie und wann ich zurückkommen kann. Dr. Jens hat viele Untersuchungen bei mir und meiner Hand gemacht und ist zu 100 Prozent überzeugt, dass ich schon wieder Rennen fahren kann – es ist richtig schön, zurück zu sein. Es ist wirklich gut, jetzt an diesem Punkt zu sein und hier in Italien zu starten. Das ist auch ein guter Auftakt mit Blick auf die belgischen Klassiker.“
Sein Schwerpunkt bleibt die Kopfsteinpflaster-Klassiker-Kampagne, doch Sanremo liefert einen frühen Formtest. Das Rennen ist heikel – mit Blick auf seine jüngsten Verletzungen ein Risiko –, zugleich aber eine realistische Simulation dessen, was ihn im Frühjahr erwartet. Die Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix sind seine Hauptziele.
Die Mannschaft hat die Entscheidung abgenickt, obwohl sie ursprünglich nicht vorgesehen war. Teamarzt Dr. Jens Hinder schilderte seine Sicht: „Mads’ Genesung ist so gut verlaufen, wie wir es uns erhofft hatten – wenn nicht sogar besser. Bei Frakturen ist das Timing die zentrale Herausforderung: Zu frühe Mobilisierung gefährdet die Heilung, doch immobilisiert man ein Gelenk vier Wochen, folgen zwei bis drei Wochen, um die Beweglichkeit wieder aufzubauen.“
Nach anderthalb Monaten Arbeit ist er bereit für sein Comeback am Wochenende im Trikot des deutschen Teams – als Außenseiter für ein Topresultat. „Wir sind sehr kontrolliert vorgegangen und haben frühe, sanfte Belastungen fürs Handgelenk eingeführt – zunächst auf der Rolle auf Mallorca, dann auf einem Gravel-Bike mit angepasstem Lenker – stets innerhalb strenger Parameter, um das Frakturgebiet nicht zu gefährden. Mads’ Haltung hat den Unterschied gemacht; sein positiver Mindset war ein echter Faktor für Heilung und Reha. Alle medizinischen Checks bestätigen: Er ist rennbereit.“
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