Bei Rouleur Live gaben sich zahlreiche Größen des Radsports die Klinke in die Hand und äußerten sich zu relevanten Themen. Dan Bigham, Aero-Spezialist und Mitarbeiter von Red Bull - BORA - hansgrohe, wird mit Remco Evenepoel zusammenarbeiten und wurde direkt gefragt, ob der olympische, Welt- und Europameister im Zeitfahren den Stundenweltrekord ins Auge fasst. Seine Antwort fiel durchaus zweideutig aus.
„Mit dem Team über den Stundenweltrekord sprechen, das ist eine sehr suggestive Frage. Kein Kommentar“, lachte Bigham im Gespräch mit TNT Sports. „Zu Remco: kein Kommentar.“ Logischerweise gibt es dazu noch keine Entscheidung. Schon früher im Sommer hatte Evenepoel in einem Interview mit L'Équipe seine Offenheit für einen Versuch angedeutet:
„Ja, das würde ich gerne machen, aber ich muss noch ein paar Jahre warten. Ich glaube, es ist für mich definitiv möglich, den aktuellen Stundenweltrekord zu schlagen.“ Patrick Evenepoel schlug im September in dieselbe Kerbe: „Wir haben noch nicht direkt darüber gesprochen, aber ich denke, das könnte ihn eines Tages reizen. Das ist genau die Art von Herausforderung, die ihn ansprechen sollte.“
Der aktuelle Stundenweltrekord gehört Filippo Ganna von INEOS Grenadiers, der mit 56,792 Kilometern in 1 Stunde eine atemberaubende Marke gesetzt hat. Der Zeitfahr-Kraftprotz und bahnerfahrene Fahrer ist einer, an dem im heutigen Peloton womöglich niemand vorbeikommt. Bigham selbst hielt vor Ganna den Rekord mit 55,548 Kilometern, damals als Mitarbeiter von INEOS Grenadiers. Kombiniert man Bighams Expertise mit Evenepoels Zeitfahrqualitäten, könnte das eine ideale Konstellation sein, die den Belgier in Reichweite einer neuen Bestmarke bringt.
„Glaube ich, dass Remco den Stundenweltrekord in Zukunft anpeilt? Ich habe das Gefühl, das wird überall im Internet landen“, scherzte er. „Ja, ich bin sicher, er wird es versuchen. Kann er ihn schlagen? Natürlich kann er das, wir werden sehen.“
Oliver Ried ist seit Anfang 2025 Redakteur bei Radsportaktuell.de. Er berichtet dort über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf aktuellen Rennberichten, Einordnungen und Hintergrundtexten, mit denen er sportliche Entwicklungen im Peloton verständlich und präzise erklärt. Bei großen Renntagen arbeitet er zudem mit Live-Formaten, um das Geschehen fortlaufend zu dokumentieren und zeitnah einzuordnen.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er sportlich selbst aktiv und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.