Jonas Vingegaard hat dem Giro d’Italia 2026 bereits früh seinen Stempel aufgedrückt. Der Däne feierte am Blockhaus seinen ersten Etappensieg bei der Corsa Rosa und ging vor der 8. Etappe in der Maglia Azzurra des Führenden der Bergwertung an den Start. Auch im Gesamtklassement hat sich der Kapitän von
Visma - Lease a Bike in eine starke Ausgangsposition gebracht.
Vor dem Start zeigte sich Vingegaard ruhig, gelassen und ohne übertriebene Euphorie. Der zweifache Tour-de-France-Sieger wirkte überzeugt, sich zu diesem Zeitpunkt des Rennens genau dort zu befinden, wo er sein möchte. „Ich bin gerade in einer sehr guten Position“, sagte er vor der 8. Etappe zu
Cycling Pro Net. „Sehr gut im GC, großartig. Ich habe auch das Bergtrikot, was sehr schön ist und mich glücklich macht.“
Vingegaard nach Blockhaus-Sieg: „Ich bin gerade in einer sehr guten Position“
Sein Auftritt am Freitag am Blockhaus bestätigte, dass Vingegaard mit den Beinen für einen Giro-Sieg nach Italien gekommen ist. Auf einem der symbolträchtigsten Anstiege des Landes distanzierte er sämtliche Rivalen und feierte einen prestigeträchtigen Erfolg.
Jonas Vingegaard startet nach seinem Sieg am Blockhaus im Blauen Trikot in die 8. Etappe des Giro d’Italia
Doch zurücklehnen will sich der Fahrer von Visma - Lease a Bike nach diesem Ausrufezeichen nicht. Vor der 8. Etappe machte Vingegaard deutlich, dass der Tag mehr Gefahren bereithält, als das Profil auf den ersten Blick vermuten lässt.
„Es ist ein kniffliger Tag“, sagte Vingegaard vor dem Start. „Man muss definitiv vorne bleiben und auf Sicherheit fahren.“ Die Etappe führt über mehrere kürzere Anstiege, doch vor allem der Schlussanstieg nach Fermo hat es in sich: Rampen von bis zu 22 Prozent könnten für die Fahrer im Gesamtklassement zur ernsten Prüfung werden.
Vingegaard startete am Morgen in Chieti im Blauen Trikot, räumte aber ein, dass das Profil nicht ideal zu seinen stärksten Eigenschaften passt. Auf einer nervösen, offenen Etappe rechnet er mit Angriffen anderer Teams.
Ciccone im Fokus: „Ich bin sicher, er wird etwas probieren“
„Ich bin gespannt, was die anderen Teams machen werden“, sagte Vingegaard. „Vielleicht ist es nicht die Etappe, die mir am besten liegt.“
Besonders im Blick steht Giulio Ciccone. Der Italiener gilt als Lokalmatador, kennt die Straßen in der Region bestens und könnte auf diesem Terrain zu den gefährlichsten Fahrern zählen. Auf die mögliche Gefahr durch Ciccone angesprochen, markierte Vingegaard ihn ohne Zögern als Fahrer, den man genau beobachten müsse.
„Wenn er von hier ist, kennt er alle Straßen“, scherzte Vingegaard. „Ich bin sicher, er wird etwas probieren.“