Unibet Rose Rockets sind längst nicht mehr nur „die lustigen Jungs, die nebenbei auch Rennen fahren“. Hinter der Fassade einer bisweilen spielerischen Organisation steht eine hochprofessionelle Struktur mit Expertinnen und Experten in vielen Bereichen, von Ernährung über Scouting bis Coaching. Während sich viele Radsportfans noch an die leuchtenden Farben der Rockets im Peloton gewöhnen, haben die Konkurrenten ihre Qualitätsarbeit längst registriert. Dazu zählt auch
INEOS Grenadiers.
Das britische WorldTour-Spitzenteam hat einen Mitarbeiter von Unibet verpflichtet, Coach Boy Sanders. Der 30-jährige Niederländer stößt zum Team und folgt damit den Spuren seines älteren Bruders Dajo Sanders, der Chefcoach der Mannschaft ist. Er wechselte 2022 gemeinsam mit Thymen Arensman von Team DSM zur britischen Formation.
Boy Sanders wird in erster Linie mit der neu gegründeten
INEOS Grenadiers Racing Academy arbeiten. Die direkt betreute U23-Struktur fehlte lange als entscheidende Stufe in der Talentpipeline von INEOS.
Als Folge mussten etliche Fahrer wie Carlos Rodríguez, Michael Leonard oder Andrew August den Schritt in die WorldTour wohl ein bis zwei Jahre früher machen, als es notwendig gewesen wäre.
Dort liegt Sanders’ Hauptaufgabe, zugleich wird er auch mit Fahrern der ersten Mannschaft arbeiten.
„Heute ist der Moment, an dem ich das Kapitel bei
Unibet Rose Rockets offiziell abschließe und vollständig in meine Rolle als Coach bei
INEOS Grenadiers wechsle, mit Aufgaben sowohl in der neuen Racing Academy als auch im WT-Team“, schrieb er in seinen
sozialen Medien.
„Ich bin unglaublich dankbar und geehrt für diese neue Chance, und es ist ein echtes Privileg, mit einem Team zu arbeiten, das in den vergangenen Jahren viele Aspekte der Entwicklung des Profiradsports angeführt hat“, so Sanders.
„Ich bin den Rockets unendlich dankbar für alles, was ich in den vergangenen Jahren mit dem Team erlebt habe, und wünsche ihnen alles Gute bei der Verwirklichung ihrer Träume. Ich bin stolz, Teil eurer Reise gewesen zu sein“, schrieb Sanders. „Gleichzeitig freue ich mich sehr auf das nächste Kapitel meiner Karriere.“