"In so einem Sprint muss man einen kühlen Kopf bewahren und die richtige Entscheidung treffen" - Jasper Philipsen zieht an Tim Merlier vorbei zum Sieg in De Panne

Radsport
durch Cycloon
Mittwoch, 20 März 2024 um 18:00
jasperphilipsen
Jasper Philipsen beweist weiterhin, dass er der schnellste Sprinter im Peloton ist. Am Mittwochnachmittag gewann er zum zweiten Mal in Folge das Classic Brügge-De Panne 2024.
Im Endspurt um die Ziellinie kam Philipsen jedoch mit seinem Landsmann Tim Merlier in Kontakt, was der Alpecin-Deceuninck-Star im Interview nach dem Rennen zum Thema machte: "Ich konnte Positionen gutmachen und war am Rad von Merlier. Das ist fast das beste Rad, das man haben kann. Van Poppel hat dann die Führung übernommen und ich wollte links vorbeigehen, aber da bin ich mit Tim Merlier zusammengestoßen", resümiert Philipsen. "Das war schade, aber zum Glück konnten wir noch einen guten Sprint hinlegen."
"Ich sah die Lücke auf der linken Seite, konnte aber nicht abschätzen, was Van Poppel machen würde. Zum Glück konnte ich meine Beine rechtzeitig stillhalten, bevor etwas passierte. Deshalb bin ich froh, dass wir einen schönen Sprint hinlegen konnten", so Philipsen weiter. "In so einem Sprint muss man einen kühlen Kopf bewahren und die richtige Entscheidung treffen. Wenn man frisch ist, läuft es besser."
Trotz der Kontroverse setzt Philipsen mit diesem Sieg seine Glückssträhne fort, nur wenige Tage nach dem wohl größten Sieg seiner Karriere bei Milano-Sanremo 2024 am vergangenen Wochenende. "Das ist vielleicht meine beste Form", lacht Philipsen. "Alles muss gut laufen, aber ich bin froh, dass es heute wieder geklappt hat. Es war eine gute Teamarbeit, denn im Finale war jeder frisch. Manchmal ist es eine Lotterie, aber zum Glück haben wir es gemeinsam mit dem Team geschafft."
"Ich hoffe, dass ich in diesem Frühjahr schöne Siege erringen kann, denn es stehen nur noch wichtige Wettkämpfe an. Es ist bereits ein großer Erfolg, und alles, was dazu kommt, ist nur noch das Sahnehäubchen", so Philipsen abschließend. "Am Samstag hatte ich meine besten Beine überhaupt, aber hier muss man nicht 110% geben, um zu gewinnen. Man braucht auch Glück und gute Beine."

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