„Ich will das Blatt wenden und in dieser Saison wieder gewinnen“: Joao Almeida beendet Albtraum-Krankheitspause mit Comeback bei der Tour de Pologne

Radsport
Mittwoch, 05 August 2026 um 10:00
Joao Almeida at the 2026 Tour de Pologne team presentation
Nach einem Großteil des Jahres 2026 auf der Ersatzbank wegen einer hartnäckigen Erkrankung kehrt João Almeida endlich ins Renngeschehen zurück – bei der Polen-Rundfahrt. Bei UAE Team Emirates - XRG ist man überzeugt, dass der portugiesische Star seine Saison noch retten kann – mit der Vuelta a España, den Weltmeisterschaften und den Herbstklassikern vor der Brust.

Ein langer Weg zurück nach Monaten der Frustration

Almeida war nach einem hervorragenden Saisonstart als Kapitän von UAE Team Emirates-XRG für den Giro d’Italia vorgesehen. Doch alles änderte sich, als ihn Anfang des Jahres eine schwere Virusinfektion erwischte. Die Krankheit raubte dem Portugiesen trotz regulären Trainings und gewohnter Vorbereitung die Leistungsfähigkeit und zwang ihn dazu, weite Teile der Saison auszulassen.
UAE-Sportmanager Joxean Matxín erklärte, wie schwierig die Situation war. „João hatte ein Virus, eine spezielle Infektion. Für den genauen Namen fragen Sie den Arzt! Es ging ihm wirklich schlecht. Almeida trainierte wie ein Profi, regenerierte wie ein Profi, lebte wie ein Profi und arbeitete hart… aber die Form stellte sich einfach nicht ein.“
Matxín betonte, wie frustrierend das besonders für den Portugiesen war. „Das lastet bei jemandem wie ihm umso mehr, weil er immer ein Fahrer auf extrem hohem Niveau war. An seiner Qualität gab es jedoch nie Zweifel.“
Ursprünglich hoffte UAE, dass Almeida im Juni bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes wieder konkurrenzfähig sein würde, doch schnell zeigte sich, dass ihm die Rennhärte für sein übliches Niveau noch fehlte. Anstatt durchzudrücken, entschied das Team, eine weitere Erholungsphase sei die beste Lösung.
Zur Einordnung dieser Entscheidung verriet Matxín, dass man vor Almeidas Aufgabe sogar mit Isaac Del Toro gesprochen habe. „Wir sprachen vor dem Rennen mit João, aber als wir sahen, dass er nicht dort war, wo wir ihn erwarteten, entschieden wir, zu stoppen. Es wäre Aufwand ohne Ertrag gewesen.“
„Wir haben auch mit Isaac Del Toro gesprochen, ob João ihn in den letzten beiden Etappen noch unterstützen könnte. Zum Glück war das nicht nötig, also stieg João aus und verlängerte seine Genesung.“

Das Vertrauen bleibt ungebrochen

Auch wenn Almeida in diesem Jahr kaum gefahren ist, hat UAE das Vertrauen in einen ihrer Grand-Tour-Schlüsselakteure nie verloren. Matxín machte das vor Almeidas Rückkehr in Polen unmissverständlich klar.
„Lassen Sie uns zuerst sehen, wie João in Polen fährt, aber klar ist: Wir glauben an ihn, unabhängig vom Ergebnis. Das Vertrauen des Teams in ihn hat sich nicht geändert.“
Der Spanier zeigte sich zudem überzeugt, dass Almeida zu seinem besten Niveau zurückkehren wird. „Ich weiß, wer João ist. Ich kenne ihn seit Langem. Ich kenne sein Verhältnis zum Team, zu seinen Teamkollegen und zu sich selbst. Er ist ein vorbildlicher Profi und selbst wenn es nicht dieses Jahr sein sollte, habe ich keinerlei Zweifel, dass er zum höchsten Niveau zurückkehrt.“
Bei der Teampräsentation der Tour de Pologne bestätigte Almeida, dass er sich endlich wieder gesund fühlt und verlorene Zeit gutmachen will. „Endlich fühle ich mich gut. Ich möchte die Seite umblättern und in dieser Saison wieder gewinnen können.“
Die Vuelta a España ist nun sein Hauptziel, auch wenn er dort nicht als Teamkapitän startet, nachdem Pogacar am Montag seine Teilnahme bestätigt hat. Ein Podiumsplatz bleibt für Almeida dennoch ein realistisches Ziel.
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