Nairo Quintanas Name rückt zum Saisonauftakt wieder ins Rampenlicht. Für den Kolumbianer, der im Vorjahr ins Peloton zurückkehrte, wird 2026 zu einem entscheidenden Jahr seiner Profi-Laufbahn.
Nairo Quintana 2026 im Fokus – Kampf um Grand-Tour-Chancen bei Movistar
Zwischen widersprüchlichen Berichten über seine Zukunft und seine Rolle beim
Movistar Team hat der Kolumbianer beschlossen, auf der Straße Antworten zu geben. Quintana betont, dass seine Beziehung zum europäischen Radsport intakt ist und seine Priorität die Leistung im Wettkampf bleibt, fernab externer Debatten.
In den vergangenen Tagen berichteten mehrere spanische Medien, Quintana sei zunächst nicht in den Movistar-Plänen für den Giro d’Italia, die Tour de France oder die
Vuelta a España vorgesehen. Der Fahrer selbst widersprach und stellte klar, dass er weiter um einen Platz bei den größten Terminen des Sports kämpft.
„Der Start wird in Spanien sein, dann reise ich in die Vereinigten Arabischen Emirate und später werde ich in Italien fahren, neben weiteren Rennen. Wir trainieren gut und bereiten uns bestmöglich auf das Kommende vor“, sagte er gegenüber
ESPN Ciclismo und bestätigte, dass seine Saison bereits begonnen hat.
Auch wenn er aktuell nicht als Kapitän vorgesehen ist, akzeptiert Quintana seine Rolle im Team, ohne seine Ambitionen aufzugeben. Der Kolumbianer weiß, wo er steht, beharrt aber darauf, dass er so lange auf höchstem Niveau trainieren wird, wie ihn Motivation und die Möglichkeit zu helfen antreiben.
Die vergangene Saison hinterließ bei
Nairo Quintana eine offene Wunde. Zwar fuhr er den Giro d’Italia, doch eine Verletzung bei der Vuelta a Burgos verhinderte seinen Start bei der Vuelta a España, einem Rennen mit besonderer Bedeutung für ihn und das von Telefónica unterstützte Team.
„Letztes Jahr war es hart, die Vuelta zu verpassen, als ich in guter Form war. Dieses Rennen ist für das Team sehr wichtig und man muss mit den stärksten Fahrern anreisen. Ich werde arbeiten, um mir diesen Platz zu verdienen“, sagte der Kolumbianer und nannte die spanische Grand Tour als eines seiner Hauptziele.
Erfahrung und Motivation gegen die Giganten
Quintana, der beim Team-Trainingslager im Dezember fehlte, weil er ein akademisches Programm in Chicago abschloss, ist inzwischen in die Vorbereitung auf die kommende Saison zurückgekehrt. Der Routinier übernimmt die Rolle eines Straßenkapitäns und vermittelt Erfahrung im Team.
Über den Kalender hinaus reflektierte Quintana auch den aktuellen Zustand des Radsports und das Umfeld eines Movistar Teams, das gegen Strukturen mit größeren Budgets antritt. Dennoch unterstrich der Kolumbianer, dass Disziplin, Konstanz und Rennhunger der Antrieb sind, der seinen Alltag bestimmt.