"Ich weiß nicht viel über dieses Rennen, aber ich bin glücklich" - Alberto Bettiol genießt den fehlenden Druck vor Paris-Roubaix 2024

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 07 April 2024 um 10:48
albertobettiol
EF Education-EasyPost ist ein Team, das derzeit nicht zu den Top-Favoriten bei Paris-Roubaix 2024 gehört, aber mit Alberto Bettiol einen gefährlichen Fahrer in seinen Reihen hat. Die Teilnahme des Italieners war fraglich, da er zwischen den Monumenten mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, aber er geht als wichtigster Fahrer des amerikanischen Teams in die Hölle des Nordens.
"Ich weiß, dass es in Roubaix ein Velodrom gibt, ich weiß, dass man durch einen Wald fahren muss, aber sonst weiß ich nicht viel über dieses Rennen", gibt Bettiol in einem Interview mit GCN zu. "Aber ich bin glücklich so, ich will nicht mehr wissen, denn ich vertraue diesem Team. Ich bin gesund und brauche in dieser Woche nicht viel zu tun, ich muss mich nur erholen und gesund sein. Die Form ist da, also muss ich mich nicht zu sehr stressen, mal sehen, was am Sonntag passiert, es ist ein Radrennen."
Bettiol hat in diesem Frühjahr eine erstaunliche Rückkehr zu seiner Form erlebt. Er gewann Milano-Torino 2024 mit Stil, wurde Fünfter bei Milano-Sanremo 2024 und lag bis zum letzten Meter der Flandern-Rundfahrt 2024 auf dem Podium. Letztendlich kam er nur als Neunter ins Ziel, was aber nichts an seiner starken Leistung änderte, bei der er über weite Strecken mit Dylan Teuns zusammenarbeitete und Mathieu van der Poel verfolgte.
"Endlich konnte ich dem Team zeigen, dass ich nach ein paar Jahren wieder auf dem hohen Niveau des Radsports sein kann, das ist das Wichtigste", lächelt der Italiener. "Ok, ich habe das Podium am Sonntag um ein paar Meter verloren, aber wenn ich daran denke, wie ich vor drei oder vier Jahren war, als ich versucht habe, gegen meine Probleme anzukämpfen, und jetzt bin ich endlich hier, kann ich nur glücklich sein."
Er freut sich darauf, seine gute Form fortzusetzen und in Roubaix ein Ergebnis zu erzielen. Neben ihm gibt es noch Stefan Bissegger und Jonas Rutsch, die ebenfalls um ein Ergebnis in diesem holprigen Terrain kämpfen können, aber Bettiol ist trotz seiner 30 Jahre ein Debütant beim französischen Monument.  
"Vielleicht bin ich sogar noch aufgeregter, weil ich es zum ersten Mal im Rennen mache. Ich mache mir keine Sorgen, morgen Abend (Samstagabend, Anm. d. Red.) haben wir unsere Abschlussbesprechung. Dann werde ich alles wissen, was ich wissen muss. Ich habe gute Beine, ich habe ein gutes Team, das war's, man muss nicht alles wissen", sagte er abschließend.

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