Andreas Leknessund tat auf der 13. Etappe des Giro dâItalia 2026 alles fĂŒr den Etappensieg⊠doch gegen den ĂŒbermĂ€chtigen Alberto Bettiol reichte es schlicht nicht. Trotz eines enormen Aufwands muss sich der
Uno-X Mobility-Profi erneut mit Rang zwei begnĂŒgen, nachdem er bereits in
Fermo vergangene Woche, als nur Jhonatan NarvĂĄez unerreichbar blieb, ganz nahe am Sieg war.
Wie inzwischen typisch fĂŒr Profile wie das heutige dauerte die Phase der Fluchtgruppenbildung, am Ende erhielt jedoch eine 15-köpfige Gruppe vom Feld freie Fahrt.
âWir sind heute nicht sehr schnell gefahren, aber die Hitze hat es extrem hart gemachtâ, sagte Leknessund im Ziel zu CyclingProNet. âAm letzten Anstieg fĂŒhlte ich mich gut und sah, dass hinter mir Fahrer abreiĂen mussten, wĂ€hrend ich noch Reserven hatte, also griff ich an.â
Hinter Leknessund öffnete sich sofort eine LĂŒcke, doch ein Mann blieb wie ein Schatten fĂŒnf Sekunden hinter dem norwegischen Meister: Alberto Bettiol. Als der Gipfel nĂ€herkam, zahlte Leknessund den Preis fĂŒr seine frĂŒhe Beschleunigung: âIm Nachhinein bin ich vielleicht einen Tick zu frĂŒh gegangen, aber andererseits wĂ€re es auch schwierig geworden, wenn ich gemeinsam mit Bettiol bis ins Ziel gefahren wĂ€re.â
Es konnte kaum anders kommen
Leknessund rÀumt jedoch ein, dass dies seine einzige Siegchance war. Und ohne Bettiol hÀtte es wohl gereicht, denn der restliche Widerstand kam erst 20 Sekunden nach dem Zweitplatzierten Leknessund ins Ziel.
âFĂŒr mich musste der Abstand zum Rest nach dem Anstieg wirklich so groĂ wie möglich sein, um eine Chance auf den Etappensieg zu habenâ, fĂŒhrte er aus. âBettiol war heute einfach der StĂ€rkste; ich sehe wirklich nicht, wie ich diese Etappe hĂ€tte gewinnen können.â
FĂŒr Leknessund ist es bereits das dritte Mal in seiner Karriere, dass er beim Giro eine Etappe als Zweiter beendet. Entsprechend ernĂŒchtert fĂ€llt sein Fazit aus: âIch hĂ€tte sie liebend gern gegen einen einzigen Sieg eingetauscht. Aber gut, Platz zwei ist auch ein gutes Ergebnis.â