„Ich sehe nicht, wie ich diese Etappe hätte gewinnen können“: Andreas Leknessund von einem überragenden Bettiol zu einem weiteren zweiten Platz verurteilt

Radsport
Freitag, 22 Mai 2026 um 22:45
Andreas Leknessund
Andreas Leknessund tat auf der 13. Etappe des Giro d’Italia 2026 alles für den Etappensieg… doch gegen den übermächtigen Alberto Bettiol reichte es schlicht nicht. Trotz eines enormen Aufwands muss sich der Uno-X Mobility-Profi erneut mit Rang zwei begnügen, nachdem er bereits in Fermo vergangene Woche, als nur Jhonatan Narváez unerreichbar blieb, ganz nahe am Sieg war.
Wie inzwischen typisch für Profile wie das heutige dauerte die Phase der Fluchtgruppenbildung, am Ende erhielt jedoch eine 15-köpfige Gruppe vom Feld freie Fahrt.
„Wir sind heute nicht sehr schnell gefahren, aber die Hitze hat es extrem hart gemacht“, sagte Leknessund im Ziel zu CyclingProNet. „Am letzten Anstieg fühlte ich mich gut und sah, dass hinter mir Fahrer abreißen mussten, während ich noch Reserven hatte, also griff ich an.“
Hinter Leknessund öffnete sich sofort eine Lücke, doch ein Mann blieb wie ein Schatten fünf Sekunden hinter dem norwegischen Meister: Alberto Bettiol. Als der Gipfel näherkam, zahlte Leknessund den Preis für seine frühe Beschleunigung: „Im Nachhinein bin ich vielleicht einen Tick zu früh gegangen, aber andererseits wäre es auch schwierig geworden, wenn ich gemeinsam mit Bettiol bis ins Ziel gefahren wäre.“

Es konnte kaum anders kommen

Leknessund räumt jedoch ein, dass dies seine einzige Siegchance war. Und ohne Bettiol hätte es wohl gereicht, denn der restliche Widerstand kam erst 20 Sekunden nach dem Zweitplatzierten Leknessund ins Ziel.
„Für mich musste der Abstand zum Rest nach dem Anstieg wirklich so groß wie möglich sein, um eine Chance auf den Etappensieg zu haben“, führte er aus. „Bettiol war heute einfach der Stärkste; ich sehe wirklich nicht, wie ich diese Etappe hätte gewinnen können.“
Für Leknessund ist es bereits das dritte Mal in seiner Karriere, dass er beim Giro eine Etappe als Zweiter beendet. Entsprechend ernüchtert fällt sein Fazit aus: „Ich hätte sie liebend gern gegen einen einzigen Sieg eingetauscht. Aber gut, Platz zwei ist auch ein gutes Ergebnis.“
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