Richard Carapaz peilt nach einer Giro d’Italia-Enttäuschung ein Comeback bei der Tour de France an

Radsport
Samstag, 23 Mai 2026 um 7:00
richardcarapaz-3
Ecuadors größter Star Richard Carapaz ist nach einem komplizierten Frühjahr wieder auf dem Rad. Der 32-Jährige zeigte starke Leistungen mit Rang 18 bei Tirreno–Adriatico und Platz 10 im Gesamtklassement der Katalonien-Rundfahrt mit Blick auf den Giro d’Italia, ehe eine gesundheitliche Indisposition mit notwendiger Operation ihn zur Absage zwang.
Der Anführer von EF Education-EasyPost hatte die erste Saisonhälfte auf eine Rückkehr zur Italien-Rundfahrt ausgerichtet, ein Rennen, das seine Karriere geprägt hat: Gesamtsieg 2019, Zweiter 2022 und Dritter im vergangenen Jahr. Sein Angriff auf die 109. Ausgabe endete jedoch, bevor er begann: Am 29.04. wurde ein perineales Zyste operativ entfernt.
Obwohl er zunächst hoffte, rechtzeitig startklar zu sein, heilte die Wunde nicht schnell genug für die volle Trainingsbelastung. Am Ende strich das US-Team ihn aus dem Aufgebot – ein Rückschlag, den der Fahrer selbst als „eine komplette Enttäuschung“ bezeichnete.
Nach 24 Tagen ohne Straßen- und Trainingsbelastung hat er nun grünes Licht für normales Arbeiten. Mit dem Neustart der Saison richtet sich der Fokus klar auf die Tour de France, die in diesem Sommer in Barcelona beginnt.
Sein Rennprogramm ist zwar noch nicht offiziell bestätigt, doch laut Domestique deutet alles auf ein Comeback im Juni hin. Die Tour de Suisse, die in diesem Jahr auf nur fünf Etappen verkürzt ist, kristallisiert sich als wahrscheinliche Option heraus. Dort könnte sich Carapaz gegen einige der größten Namen messen, darunter Tadej Pogacar.
Parallel gefahrene Route d’Occitanie (2.1) ist eine weitere Möglichkeit, mit ihren traditionell anspruchsvollen Etappen Rennrhythmus zu sammeln.
Richard Carapaz jubelt mit der Auszeichnung für die Superkampfkraft
Richard Carapaz claims his super-combativity award

Voller Fokus auf den Plan B

Trotz des Rückschlags erscheint die Rückkehr zur Tour de France als tragfähige Alternative zu Carapaz’ ursprünglichen Plänen. Schließlich erlebte der Ecuadorianer vor zwei Jahren eine exzellente Ausgabe: Etappensieg, Bergtrikot, Auszeichnung als kämpferischster Fahrer und einen Tag im Gelben Trikot.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading