Tadej Pogacar weiß genau, dass seine Tour de France Kopf stehen könnte, sollte er einen Tag wie
Adam Yates am Mittwoch erwischen. Der Brite war krank, litt sichtbar und kam 26:36 Minuten hinter Etappensieger Jasper Philipsen ins Ziel.
UAE Team Emirates -XRG schickte Tim Wellens zurück, um den Kletterer im Finale zu unterstützen, während Tadej Pogacar und Isaac del Toro
im Peloton blieben. Yates quälte sich derweil sichtlich bis ins Ziel.
Im Anschluss bekundeten Pogacar und sein Team ihre Unterstützung für Yates. Es wurde bekannt, dass er am Vortag der Etappe erbrochen hatte und körperlich angeschlagen war. Vor dem Start ging es ihm jedoch etwas besser.
„Adam hat gestern brutal gelitten, aber heute Morgen sah er schon deutlich besser aus. Es war einfach eine extrem harte Etappe, selbst für fitte Fahrer“, sagte Pogacar
nach der Etappe.„Als Adam zurückfiel, haben wir entschieden, dass Tim auf ihn wartet und ihn ins Ziel bringt. Es besteht die Chance, dass er sich davon erholt und am Freitag und Samstag wieder gut drauf ist.“
Pogacar fürchtet dasselbe Schicksal wie Yates
Mit mehr als vier Minuten Vorsprung im Kampf um Gelb weiß Pogacar: Bei nur noch vier verbleibenden Etappen entscheiden Details darüber, ob man fit bleibt oder sich etwas einfängt.
Er ergänzte: „Ich könnte auch so einen Tag wie Adam heute erwischen. Jedes kleine Detail kann dich beeinflussen und alles drehen, deshalb ist es schön, in Führung zu liegen, aber es kann sich alles ändern.“
Nach der Etappe bestätigte der UAE-CEO, dass Yates am Mittwoch vom Rest der Mannschaft isoliert wurde und man vor Etappe 18 auf ein Update zu seinem Zustand warte.
Gianetti sagte: „Wir haben ihn letzte Nacht isoliert, weil wir nicht genau wussten, was es ist. Er hatte diese Episode mit Erbrechen, also wollten wir vorsichtig sein.“
„Jetzt warten wir, bis er hier ankommt, um mehr zu erfahren, denn wir konnten bisher noch nicht mit ihm sprechen.“
Als wichtiger Berghelfer könnte sein Zustand die Präsenz der Emirate in den Hochalpen schwächen. Vorerst folgt Yates den Empfehlungen der Ärzte hinsichtlich seiner weiteren Rennteilnahme.
Er fügte hinzu: „Adam ist ein wichtiger Bergfahrer. Wir hoffen, dass er sich erholt. Morgen früh beurteilen wir die Lage, schauen, wie er sich fühlt und was er in Absprache mit den Ärzten entscheiden wird.“
„Wir hoffen wirklich, dass er sich erholt. Manchmal geht es schnell, manchmal nicht … wir werden sehen.“