Red Bull - BORA - hansgrohe verließ
Omloop Het Nieuwsblad 2026 mit mehr als nur einem Podiumsplatz. Sie fuhren mit Bestätigung nach Hause.
Analyse: Vanthourenhouts Taktik trägt Red Bull-BORA aufs Podium
An einem Tag, geprägt von Chaos, Windkanten und perfekt getimter Offensive von
Mathieu van der Poel, fuhr
Tim van Dijke auf Rang zwei hinter dem Niederländer, vor Florian Vermeersch. Doch die Geschichte dieses Podiums war nicht nur Kraft. Es war Kontrolle.
„Er durfte mit Mathieu nicht zusammenarbeiten, seien wir ehrlich“,
sagte Sportdirektor Sven Vanthourenhout anschließend laut HLN und legte die taktischen Karten offen.
„Wir hatten hinten noch Jordi Meeus. An einem Punkt hätten wir mit ihm fahren können, aber zuerst mussten wir über die Berendries und Tenbosse. Von dort aus konnten wir möglicherweise wechseln und ihn beitragen lassen. Wir waren gut positioniert und wollten das halten.“
Position zuerst, Zusammenarbeit später
Die entscheidende Aktion begann am Molenberg, als Florian Vermeersch die Gruppe spaltete und Van der Poel nach einem Beinahe-Sturz die Lücke schloss. Van Dijke folgte, ein starkes Trio formte sich und prägte die Schlussstunde.
Dahinter zerfiel das Feld durch Stürze und Defekte. Das Rennen fand nicht mehr in seinen ursprünglichen Rhythmus zurück.
Vanthourenhout hatte den Ort des Schadens exakt antizipiert. „Van Dijke musste erst über die Berendries und Tenbosse kommen, Anstiege, die Mathieu wirklich liegen. Wir wussten, dass er an der Muur attackieren würde, also ging es darum, mit Florian dranzubleiben. Wir merkten schnell, dass Tim ihm gewiss ebenbürtig war. Ob Zweiter oder Dritter ist egal, einfach voll aufs Podium fahren.“
Die Ansage war klar. Die Schlüsselanstiege überleben. Den Überzahlvorteil schützen. Van der Poels Tempo nicht unnötig mittragen, solange Jordi Meeus in der Verfolgergruppe als Sprintversicherung blieb.
Diese Disziplin erwies sich als ausschlaggebend.
Van der Poels Überlegenheit anerkennen
Als Van der Poel an der Muur van Geraardsbergen attackierte, kippte die Dynamik. Der Niederländer fuhr mit Autorität weg, und der Kampf verlagerte sich auf die übrigen Podiumsplätze.
„Nach der Muur durfte er arbeiten, aber da war Mathieu schon weg. Wir hatten immer noch Fahrer hinten, mit Meeus, der einen Sprint in den Beinen hat. Doch im Finale haben wir zusammen mit Florian Verantwortung übernommen und sind Vollgas bis Ninove gefahren.“
Van Dijke und Vermeersch committeden sich über den Bosberg und in die letzten zwölf Kilometer vollständig, sicherten Rang zwei und drei hinter einem Fahrer, den Vanthourenhout nur bewundern konnte. „Mathieu war heute wieder der, der er so oft ist, und das kann man nur bewundern.“
Für Red Bull - BORA - hansgrohe hatte das Ergebnis zusätzliches Gewicht. Der vergangene Frühling war hinter den Erwartungen geblieben, der Winter galt der Neuausrichtung von Ansatz und Vorbereitung. „Ich denke, alle sind zufrieden. Letztes Jahr war der Frühling nicht so, wie er für das Team hätte sein sollen. Jetzt haben wir viel Zeit und Energie investiert, um von Beginn an bereit zu sein. Wir sollten nicht zu euphorisch werden, aber es ist gut zu sehen, dass wir bereit sind und alle abgeliefert haben.“
Von Kilometer null an, betonte Vanthourenhout, stimmte die Ausführung. „Es war wichtig, in den Momenten da zu sein, in denen wir da sein mussten. Sie haben nichts verpasst. Von Kilometer null an waren alle aufmerksam und in Position. Wir sind ein perfektes Rennen gefahren.“
Ein Podiumsplatz bei Omloop Het Nieuwsblad überstrahlt Van der Poels Solosieg nicht, signalisiert für Red Bull - BORA - hansgrohe aber etwas ebenso Wichtiges: Bereitschaft. „Ein Podiumsplatz beim Omloop ist für ein Team wie unseres enorm wichtig.“
Vanthourenhouts erste Klassik als Sportdirektor endete mit Bestätigung statt Trost. „Meine erste Klassik war ein Erfolg. In den letzten Tagen haben wir viel Zeit miteinander verbracht und viele Szenarien durchgesprochen. Ich kann damit nur sehr zufrieden sein.“
Sie haben Van der Poel nicht geschlagen.
Aber sie haben den Plan exakt umgesetzt.