„Ich habe euch gesagt, dass Paul Seixas sich am Hinterrad von Tadej Pogacar festbeißen kann“ – Chris Horner nicht überrascht vom Ausgang der Strade Bianche

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 08 März 2026 um 16:30
Tadej Pogacar
Strade Bianche lieferte womöglich den ersten Vorgeschmack auf eine Rivalität, die den Radsport in den kommenden Jahren prägen könnte: das Duell zwischen Tadej Pogacar und Paul Seixas. Der Franzose gilt als außergewöhnliches Talent und wird häufig als „neuer Pogacar“ bezeichnet. Nach der italienischen Klassiker-Premiere an diesem Samstag dürften jedoch viele Beobachter glauben, dass beide Fahrer schon bald tatsächlich auf Augenhöhe gegeneinander antreten könnten.
Auch Chris Horner zeigte sich von diesem Szenario keineswegs überrascht. Trotz der enormen Härte des Rennens hatte der frühere Profi damit gerechnet, dass Seixas bereits bei Strade Bianche so nah an Pogacar herankommen könnte.

Pogacar setzt die entscheidende Attacke - Seixas beeindruckt dennoch

Die Entscheidung fiel an der legendären Monte Sante Marie. Dort bereitete der Block des UAE Team Emirates - XRG seinem Weltmeister den perfekten Angriff vor. Pogacar nutzte den Moment, beschleunigte und riss auf der folgenden Abfahrt sowie im schwierigsten Abschnitt des Strade-Sektors die entscheidende Lücke.
Seixas verlor bergab zunächst den Anschluss, kämpfte sich am folgenden Anstieg jedoch wieder näher heran. Pogacar reagierte sofort - und erstickte jede Hoffnung mit einem weiteren Antritt im Keim. Für seinen ersten Renntag präsentierte sich der Slowene in bestmöglicher Verfassung.
„Tadej Pogacar wirkt laut seinem Interview sehr schlank, möglicherweise so schlank wie selten zuvor“, erklärte Horner in einem Video auf seinem YouTube-Kanal. „Ich würde es lieben, wenn er gerade seine Kilos posten würde, damit wir wüssten, ob er so leicht ist wie zum Start der Tour de France vergangene Saison oder sogar noch leichter.“
Zum Auftakt der Monumente-Saison, in der Pogacar besonders auf Milano-Sanremo und Paris-Roubaix zielt, sendet der Weltmeister damit klare Signale. Seine Winterarbeit scheint perfekt aufgegangen zu sein.

Horner über Paul Seixas

Nachdem Pogacar zuletzt sogar den KOM am Cipressa-Anstieg gebrochen hatte, setzte er bei Strade Bianche mühelos die siegbringende Attacke. Während seiner rund 80 Kilometer langen Solofahrt trat er im Schnitt etwa 380 Watt - eine herausragende Leistung. Dennoch beeindruckte auch der zweitplatzierte Paul Seixas mit einer nahezu ebenso starken Vorstellung.
Der junge Franzose zeigte eine bemerkenswerte Fahrt und ließ dabei Fahrer wie Isaac del Toro, Romain Gregoire und Tom Pidcock hinter sich.
„Ich habe euch gesagt, dass es gut möglich ist, dass Paul Seixas sich am Hinterrad von Tadej Pogacar festbeißen kann“, betonte Horner. „Und dann muss er hier bei Strade Bianche extrem clever fahren - und das ist für einen 19-Jährigen schwer umzusetzen.“
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