Ergebnisse Paris-Nizza 2026 Etappe 1 | US-Sieg zum Auftakt: EF-Profi Luke Lamperti gewinnt den Sprint

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 08 März 2026 um 17:06
Orluis Aular Vuelta a Andalucia 3
Luke Lamperti hat die erste Etappe der Paris-Nizza 2026 gewonnen und sich damit auch das erste Gelbe Trikot gesichert. Der US-Amerikaner vom Team EF Education - EasyPost setzte sich im Massensprint durch und verwies Vito Braet sowie Orluis Aular auf die Plätze zwei und drei.
Der Auftakt der traditionellen „Fahrt zur Sonne“ führte über 171 Kilometer und begann sofort mit einem äußerst aktiven Rennen. Schon in den ersten Kilometern jagten Attacken durch das Feld, während die Sprinterteams versuchten, die Kontrolle zu behalten.

Frühe Fluchtgruppe prägt das Rennen

Nach mehreren frühen Angriffen bildete sich bei noch 162 verbleibenden Kilometern die erste Ausreißergruppe dieser Ausgabe. Sechs Fahrer setzten sich ab: Casper Pedersen, Mathis Le Berre, Patrick Gamper, Luke Durbridge, Max Walker und Sebastien Grignard. Das Sextett arbeitete gut zusammen und erkämpfte sich einen kleinen Vorsprung, der dank der konsequenten Tempoarbeit im Feld jedoch nie wirklich anwuchs.
In der Verfolgung zeigten vor allem das NSN Cycling Team und Team Picnic PostNL Präsenz. Beide Mannschaften wollten das Rennen kontrollieren, um einen Sprint der schnellen Männer zu ermöglichen. Beim NSN Cycling Team war die Taktik eindeutig: den Sprint für Biniam Girmay vorbereiten.
Über lange Strecken pendelte der Abstand zwischen etwa einer und anderthalb Minuten. Das Tempo blieb hoch - mit Durchschnittsgeschwindigkeiten nahe 47 km/h - und ließ der Flucht kaum Spielraum. Zur Rennmitte sorgte zudem ein Sturz von Toms Skujins für Unruhe im Feld.
Toms Skujins stürzte auf Etappe 1 der Paris–Nizza 2026
Toms Skujins stürzte auf Etappe 1 der Paris–Nizza 2026
Nach der Rennhälfte rückte der Schlussrundkurs immer stärker in den Fokus. Drei Mal musste die Côte de Vaux-sur-Seine bewältigt werden - ein 1,3 Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich 6,8 Prozent Steigung. Dort konnte das Rennen erstmals auseinanderbrechen. Noch vor dem Einstieg in diese Passage erhöhte das Feld das Tempo und begann, den Vorsprung der Ausreißer langsam zu reduzieren.
Am Anstieg selbst setzten sich Casper Pedersen und Mathis Le Berre kurzzeitig von ihren Begleitern ab, um sich die Bergpunkte zu sichern. Das Duo öffnete einige Sekunden auf die restlichen Ausreißer, während im Feld bereits erste Fahrer den Anschluss verloren.
Kurz darauf nahmen beide jedoch wieder Tempo heraus und ließen sich erneut in die Spitzengruppe zurückfallen. Ihnen war bewusst, dass das Feld bereits sehr nah gekommen war und ein Etappensieg aus der Flucht immer unwahrscheinlicher wurde.

Finale Rundkurse bringen Entscheidung im Sprint

Bei noch 38 Kilometern bis zum Ziel erreichten die Ausreißer erstmals die Ziellinie des Rundkurses. Das Hauptfeld lag zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als eine Minute zurück. Zwei Runden und zwei Anstiege zur Côte de Chanteloup-les-Vignes standen noch bevor - ein 1,1 Kilometer langer Anstieg mit 8,3 Prozent Steigung, der das Rennen weiter verschärfen sollte und den eigentlichen Kampf um Etappensieg und Gelb einleitete.
Am ersten Anstieg zur Côte de Chanteloup-les-Vignes übernahm Victor Campenaerts die Tempoarbeit im Feld, direkt dahinter positionierte sich Jonas Vingegaard. Eine unmittelbare Attacke blieb jedoch aus. Auch Lidl-Trek - mit Leader Juan Ayuso - sowie INEOS mit dem Führungstrio Onley, Vauquelin und Carlos Rodriguez beteiligten sich an der Tempoarbeit am Anstieg.
20 Kilometer vor dem Ziel stand nur noch ein letzter Anstieg bevor. Der Vorsprung der Ausreißer lag weiterhin bei etwas mehr als einer Minute. Zu diesem Zeitpunkt blieb das Rennen völlig offen. Einige Fahrer aus der zweiten Reihe versuchten ihr Glück mit Attacken, konnten sich jedoch nicht entscheidend absetzen.
Eineinhalb Kilometer vor dem Ziel stellte das Feld schließlich die letzten Ausreißer. Im Hauptfeld begann sofort der Kampf um die besten Positionen für den Sprint. Das Team EF Education - EasyPost bereitete den Antritt perfekt vor und brachte Luke Lamperti ideal in Stellung. Der US-Amerikaner setzte sich im Finale klar durch und sicherte sich den Etappensieg vor Vito Braet und Orluis Aular.

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