Während die
Tour de France in den zweiten und letzten Ruhetag einer kräftezehrenden Ausgabe geht, trägt
Mads Pedersen weiterhin das prestigeträchtige Grüne Trikot, während er und
Lidl-Trek alles daran setzen, seine Führung zu verteidigen.
Lange nach seinem Etappensieg in der ersten Woche geriet Pedersen in Woche zwei unter Druck: drei Bergetappen, zwei Sprints und ein klarer Ausreißertag ließen Chancen auf Punkte für den Dänen rar werden.
Zu Beginn der zweiten Woche führte Pedersen mit 45 Punkten Vorsprung auf Biniam Girmay, am Ende waren es noch 31 Zähler – jedoch nicht mehr vor Girmay, da Jasper Philipsen mit einigen starken Ergebnissen aufkam.
Lidl-Trek machte die ganze Woche über Tempo, versuchte den Sprint auf Etappe 12 zu stören, bevor Pedersen und die Sprinter tags darauf um den Zwischensprint fighteten.
Für Pedersen war das Überstehen des Wochenendes ebenso entscheidend, und der Klassiker-Spezialist zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Sonntagsetappe: „Ehrlich gesagt lief der Tag gar nicht so schlecht. Wir hatten eigentlich gehofft, dass die 17 Kilometer vor dem Sprint härter würden, aber es reichte nicht, um den Unterschied zu machen“,
sagte Pedersen.Pedersen analysiert den Kampf ums Grüne Trikot
Mit Blick auf die Woche glaubt Pedersen, mehr Punkte liegengelassen zu haben als gewollt, sieht aber in den letzten Tagen der Grande Boucle größere Chancen, Grün endgültig zu sichern.
„Am Ende war es eine harte Woche, in der ich ein paar Punkte zu viel verloren habe, aber ich liege immer noch mit 31 Punkten vorn und jetzt kommt eine Woche, in der die Punktevergabe mir eher entgegenkommt.“
Pedersen sieht in Etappe 17 eine Schlüsselchance, rechnet aber damit, dass der Kampf um Grün bis Paris tobt. Drei Anstiege zum Montmartre auf der Schlussetappe könnten ihm entgegenkommen, da reine Sprinter dort wohl ins Schwimmen geraten.
„Der Rest des Tages war gut: Ich bin so lange wie möglich mitgegangen, bevor ich rausgenommen habe. Es ist noch nicht vorbei. Der Kampf wird bis Paris weitergehen. Der Mittwoch liegt mir, also muss ich für Etappe 17 voll fokussiert sein.“