Mit 23 Jahren wird Simon Dalby einer der jüngsten Fahrer auf der kommenden Vuelta a España
Startliste sein. Der Weg des Dänen bis zur Startlinie seiner ersten Grand Tour war jedoch alles andere als geradlinig. Seine Karriere – und sein Leben – standen im vergangenen Winter auf dem Spiel, als Dalby einen Blutpfropf im Gehirn überwinden musste.
„Es war eine wilde Reise in den vergangenen zehn Monaten. Vom langen Krankenhausaufenthalt und der Ungewissheit, ob ich zurückkommen kann, bis jetzt zur Aussicht, eine Grand Tour zu fahren. Es gab viele Höhen, Tiefen und Schlaglöcher unterwegs“, sagt Simon Dalby im Gespräch mit TV 2 Sport.
„Es gab Momente, in denen ich befürchtete, dass ich am Ende kein Radprofi mehr sein kann. Aber ich hatte immer den Glauben und die Hoffnung, zurückzukommen.“
Gemeinsam mit Tobias Halland Johannessen, Magnus Cort, Fredrik Dversnes, Andreas Kron, Andreas Leknessund, Rasmus Tiller und Martin Tjotta wird Dalby
Uno-X Mobility in Spanien über die kommenden drei Wochen vertreten. Doch nur der junge Däne gibt sein Grand-Tour-Debüt in einem ansonsten erfahrenen Team.
Hinzu kommt ein ungewöhnlicher Aufbau auf die Vuelta. Wegen einer Herzoperation, die weitere Rückschläge ausschließen soll, startete seine Saison erst Mitte April bei Brabantse Pijl. Sein bislang bestes Rennen 2026 war die Tour de Suisse mit Gesamtrang 17, dennoch kommt Dalby mit wenig Rennhärte in die Grand Tour.
„Ich habe dieses Jahr nur etwa 14 Renntage, also gibt es – ohne die Statistik zu kennen – wahrscheinlich niemanden auf der Startliste mit weniger Einsätzen. Ich habe das Gefühl, meine Saison hat kaum begonnen. Aber ich bin richtig heiß darauf, rauszugehen, gut zu fahren, und freue mich sehr darauf“, sagt der Däne, der weiß, dass seine Hauptaufgabe der Support für die Kapitäne sein wird.
Das Schlimmste ist hoffentlich überstanden
Die Erfahrung war für Dalby alles andere als angenehm, doch die Prognose für seine weitere Karriere ist optimistisch; es sollten keine weiteren Komplikationen auftreten. Das erlaubt dem 23-Jährigen, den Fokus voll auf die kommenden Ziele zu richten, insbesondere das Grand-Tour-Debüt.
„Ich glaube, das habe ich hinter mir, und ich laufe nicht ängstlich herum oder denke ständig daran. Aber es wird immer ein Teil von mir sein. Auf die eine oder andere Weise. Davor kann ich nicht weglaufen.“