Die Lloyd's
Tour of Britain Women 2026 begann mit zwei
Siegen in Serie für die derzeit dominierende Topsprinterin Lorena Wiebes. Dahinter erlebte Maeve Plouffe jedoch alles andere als einen angenehmen Tag, nachdem sie nach einem Plattfuß den Anschluss an das Feld verlor.
„Autos kamen aus allen Richtungen“
Die Fahrerin des britischen Continental-Teams O'Shea Red Chilli Bikes verbrachte weite Teile der Etappe in der Verfolgung, konnte die Lücke aber nicht schließen und musste schließlich aufgeben. Eine offenkundig mangelhafte Absicherung spielte bei der Entscheidung, vom Rad zu steigen, eine Rolle.
„Nebenbei bemerkt“, schrieb Plouffe, „während der Rennkonvoi noch in Sichtweite war und ich weniger als zwei Minuten zurücklag, kamen mir Autos aus dem öffentlichen Verkehr aus allen Richtungen entgegen, darunter eines, das mich auf einem Kreisverkehr beinahe erfasst hätte. Später war die Motorrad-Eskorte großartig, und ich fühlte mich viel sicherer.“
„Angesichts der jüngst verheerenden Ereignisse in unserer Radsportgemeinschaft ist es beängstigend, solche Situationen zu sehen, weil wir wissen, dass dies schlimme Folgen haben kann – zumal so kurz nach einem solchen Verlust. Passt in den nächsten Etappen bitte auf euch auf.“
Heikle Zeit
Der Zeitpunkt von Plouffes Erlebnis ist besonders heikel vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Portugal. Auf der 8. Etappe der Volta a Portugal kam der junge britische Fahrer Finlay Tarling ums Leben, nachdem er frontal mit einem nicht zum Rennen gehörenden Auto auf der Strecke kollidiert war.
In einer Stellungnahme erklärte Jonathan Day, Events Director von British Cycling Ventures: „Wir nehmen die Schilderungen von Maeve Plouffe zu ihren Erlebnissen während des gestrigen Rennens äußerst ernst. Fahrersicherheit hat oberste Priorität und steht stets im Mittelpunkt unserer Planung und unserer Abläufe bei jedem Rennen.“
„Wir prüfen den Vorfall gemeinsam mit Maeve und ihrem Team O’Shea Red Chilli Bikes mit der Ernsthaftigkeit und Empathie, die diese Aussagen erfordern. Uns ist bewusst, dass dies in eine besonders schwierige Zeit für die Radsportgemeinschaft fällt. Daher möchten wir allen Fahrerinnen und Fahrern, Teams und Fans versichern, wie ernst wir diese Hinweise nehmen.“