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Weltmeisterschaft 2026 schien lange auf ein Duell zwischen Tadej Pogacar und jenem Fahrer hinauszulaufen, der den Titelverteidiger ernsthaft herausfordern könnte. Nach Pogacars verletzungsbedingtem Rückzug hat sich die Ausgangslage jedoch grundlegend verändert. Besonders Belgien rückt nun in den Fokus: Mit
Remco Evenepoel und
Wout Van Aert verfügt die Nationalmannschaft gleich über zwei Kapitäne. Befürchtungen, dass sich innerhalb des Teams zwei unterschiedliche Lager bilden könnten, weist Van Aert allerdings entschieden zurück.
Am Montag wurde das belgische Aufgebot bekannt gegeben. Neben Evenepoel und Van Aert gehören Tiesj Benoot, Maxim van Gils, Thibau Nys, Quinten Hermans, Gianni Vermeersch und Alec Segaert zum achtköpfigen Team. Evenepoel absolvierte zuletzt gemeinsam mit Hermans ein Höhentrainingslager, während Van Aert bei der Vuelta a Espana an seiner Form arbeitet. Im Rennen treffen die beiden Kapitäne erst am 27. September aufeinander, wenn es um das Regenbogentrikot geht.
Tim Wellens fehlt im belgischen WM-Aufgebot
Auffällig ist vor allem die Abwesenheit von Tim Wellens. Der Belgier gewann erst kürzlich die Tour of Britain, verzichtet aufgrund seiner Verpflichtungen bei UAE Team Emirates - XRG jedoch auf einen Start bei der Weltmeisterschaft.
Wout Van Aert zählt gemeinsam mit Remco Evenepoel zu Belgiens Kapitänen für die WM 2026 und weist mögliche Spannungen innerhalb des Teams zurück.
„Der Nationaltrainer hat eine sehr starke Mannschaft zusammengestellt“, sagte Wout Van Aert bei der Vuelta a Espana gegenüber
Sporza mit Blick auf die bevorstehende WM. „Serge [Pauwels] hat sich die Zusammensetzung und die Rollen jedes Einzelnen gut überlegt. Ich habe volles Vertrauen in alle Jungs, die fahren.“
Volles Vertrauen in das belgische Team
Neben Fahrern wie Paul Seixas, Isaac del Toro und Mathieu van der Poel zählen auch Van Aert und Evenepoel zu den großen Favoriten auf den WM-Titel. Die beiden Belgier benötigen allerdings unterschiedliche Rennverläufe, um ihre jeweiligen Stärken optimal ausspielen zu können.
Insgesamt warten 273 Kilometer auf die Fahrer. Nach einem flachen ersten Drittel führt die Strecke auf einen Rundkurs, auf dem der Anstieg zum Mont-Royal insgesamt zwölfmal bewältigt werden muss.
„Es darf keine zwei Lager geben“
Umso wichtiger dürfte eine klare taktische Rollenverteilung sein. Die Strategie soll bereits vor dem Start detailliert festgelegt werden, zumal bei Weltmeisterschaften – anders als bei den meisten Rennen im Kalender – keine permanente Funkverbindung zur Verfügung steht. Van Aert macht sich dennoch keine Sorgen, dass die beiden Kapitäne zu einer Spaltung innerhalb der belgischen Mannschaft führen könnten.
„Ich glaube nicht, dass es zwei Lager geben wird. Das darf es in einer belgischen Mannschaft nicht geben. Ich habe darüber nicht einmal nachgedacht“, erklärte der Profi von Visma - Lease a Bike.
Für Van Aert steht trotz der unterschiedlichen Verbindungen innerhalb des Aufgebots das gemeinsame Nationaltrikot im Mittelpunkt. „Die Fahrer haben bereits eine Vorstellung von der Rollenverteilung, aber man fährt im belgischen Trikot. Ich erwarte von Maxim und Gianni genauso viel Unterstützung wie von den anderen.“