"Ich für meinen Teil möchte nicht den Beobachter spielen, wenn es um die Zerbrechlichkeit eines Menschenlebens geht" - Peta Cavendish über die Übertragung schrecklicher Unfall-Bilder
Nach den schrecklichen Szenen auf der 4. Etappe der Baskenland-Rundfahrt 2024, bei der mehrere Fahrer in der Abfahrt des Olaeta-Anstiegs zu Fall kamen, wurden Bedenken hinsichtlich der Übertragung der Folgen des Sturzes laut. Zu denjenigen, die ihre Bedenken öffentlich geäußert haben, gehört Peta Cavendish, die Ehefrau von Mark Cavendish.
Nach der Etappe meldete sie sich in den sozialen Medien zu Wort und sagte: "Es gibt viele Diskussionen über die anhaltenden Kameraaufnahmen von regungslosen Fahrern und die endlosen Wiederholungen der Stürze. Ich weiß, dass einige Familien von Fahrern geäußert haben, dass sie es als hilfreich empfinden, da es die einzigen Updates sind, die sie erhalten. Das kann ich verstehen. Das Warten auf Informationen scheint eine Ewigkeit zu dauern. Ich für meinen Teil möchte jedoch nicht den Beobachter spielen, wenn es um die Zerbrechlichkeit eines Menschenlebens geht.
Diese Sorge wurde schon früher geäußert, wenn es zu bösen Stürzen kam. Cavendish sagte: "Ich glaube nicht, dass das einfach zum Sport gehört. Das ist etwas, was ich schon viele Male gesagt habe. Es geht nicht nur um das Leid, das es verursachen kann, wenn man es in Echtzeit sieht. Es geht auch um das Gewicht, das es in der Zukunft haben kann".
Cavendish hat schon einige beunruhigende Momente im Profiradsport erlebt, denn ihr Mann Mark ist in seiner langen Karriere mehrfach schwer gestürzt. Zu den Auswirkungen, die die Beobachtung eines Sturzes auf die Familie eines Fahrers haben kann, sagte sie: "Ich war die Ehefrau mit den Kindern im Arm, die bei jeder Wiederholung zusammenzuckte. Ich kann nicht für alle sprechen. Aber wir sollten nicht vergessen, dass diese Aufnahmen nicht der Information, den Fakten oder den wichtigen sportlichen Neuigkeiten dienen. Es geht um die Einschaltquoten. Für Klicks, für Aufrufe".
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.