„Ich finde es fast unmenschlich und irrsinnig“ – Tadej Pogacars Edelhelfer wütend nach Dopingkontrollen um 5.00 Uhr morgens

Radsport
Sonntag, 19 Juli 2026 um 15:55
Collage_FlorianVermeerschTadejPogacar
Die Tour de France brennt derzeit auf und neben der Straße. Während Tadej Pogacar das Rennen anführt und das Gelbe Trikot trägt, wird er sehr häufig auf verbotene Substanzen getestet. Doch innerhalb von UAE Team Emirates - XRG scheute sich Florian Vermeersch nicht, die Entscheidung, um 5:00 Uhr zu testen, scharf zu kritisieren.

„Unmenschlich und wahnsinnig“

Am Sonntag in der Morgendämmerung herrschte Betrieb in den Teamhotels von UAE und auch Team Visma | Lease a Bike. Um sicherzustellen, dass niemand mit zeitlich genau abgestimmten Methoden durchrutscht, wurden Dopingkontrollen um 2:00 und 5:00 Uhr bei Jonas Vingegaard bzw. Tadej Pogacar durchgeführt.
Das Timing hat zu breiter Kritik aus dem Peloton geführt, vor allem aber innerhalb der beiden Teams. Die Störung der Regeneration könnte das Rennen ganz konkret beeinflussen, zudem wird argumentiert, die Tests hätten außerhalb des Zeitfensters von 0:00 bis 6:00 Uhr stattfinden können, in dem sie üblicherweise verboten sind.
„Tadej hat es gut weg gesteckt, aber ich finde es fast unmenschlich und wahnsinnig. Soweit ich weiß, ist es auch das erste Mal, dass er für so etwas so früh geweckt wurde“, sagte Florian Vermeersch gegenüber Het Laatste Nieuws.
Der Fahrer von UAE Team Emirates - XRG, der öffentlich oft Klartext redet, scheute sich nicht, seinen Teamkollegen in einer sehr kontroversen Situation zu verteidigen. „Die Leute werden sagen, wir jammern und klagen. Aber es ist lächerlich.“

Wird Widerstand das Gelbe Trikot befeuern?

Die Etappe zum Plateau de Solaison an diesem Sonntag kann für die Gesamtwertung entscheidend sein – auch deshalb wird das Timing der Entscheidung so harsch bewertet.
Pogacar sagte, er habe nur wenige Stunden geschlafen und sei nach dem Wecken um fünf Uhr morgens nicht mehr eingeschlafen. Der Belgier versuchte, mit einem optimistischen Satz über seinen Kapitän abzuschließen.
„Ich glaube, Tadej hat nur fünf Stunden geschlafen. Ist er extra motiviert? Wer weiß. Vielleicht gibt ihm das Energie“, schloss er.
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