„Ich bin vielleicht nicht in meiner explosivsten Verfassung“ – Jonas Vingegaard erklärt langen Vorstoß und Taktikwechsel in den Vogesen

Radsport
Samstag, 18 Juli 2026 um 21:00
Jonas Vingegaard führt die GC-Gruppe über den Col du Haag an
Jonas Vingegaard ist ein reiner Bergfahrer, dessen Stärke in den längeren Anstiegen liegt. Daher wartete der Fahrer vom Team Visma | Lease a Bike heute am Col du Haag nicht darauf, dass seine Rivalen attackierten oder das Rennen bestimmten, sondern setzte sich an die Spitze und fuhr sein eigenes Tempo, wobei er seine Rivalen einen nach dem anderen hinter sich ließ … mit Ausnahme von Tadej Pogacar.

Starke Beine beim Dänen 

Am Col du Tourmalet hatte er es bereits angedeutet, doch bei kürzeren, explosiveren Antritten wirkte der zweifache Tour-de-France-Sieger in diesem Jahr nicht in der Lage, seine Rivalen klar zu distanzieren.
Das Gelbe Trikot liegt aktuell bereits über 4:30 Minuten vor Vingegaard, dennoch erhöht er den Druck. An diesem Samstag übernahm er auf dem Schlussanstieg die Initiative – und nicht Tadej Pogacar.
„Ich habe die Bestätigung bekommen, dass meine Beine extrem gut sind. Ich glaube, ich bin sehr stark gefahren. Ich bin zufrieden mit meiner eigenen Leistung und mit der des Teams“, sagte der Däne gegenüber TV2.
Jonas Vingegaard führt die GC-Gruppe über den Col du Haag an
Jonas Vingegaard leading the GC group up the Col du Haag

Fehlende Explosivität als Grund für das Tempo

Sepp Kuss und Sportdirektor Marc Reef hatten bereits erklärt, dass der Plan auf einen langen, zermürbenden Effort ausgelegt war: früh hart anschieben und Pogacar seinen typischen Kletter-Kick nehmen, dem normalerweise niemand folgen kann.
Sepp Kuss und Sportdirektor Marc Reef hatten bereits erklärt, dass der Plan auf einen langen, zermürbenden Effort ausgelegt war: früh hart anschieben und Pogacar seinen typischen Kletter-Kick nehmen, dem normalerweise niemand folgen kann.
Vingegaard entschied sich früh, bis ins Ziel ein sehr hohes Tempo vorzugeben. Der Unterschied zu Etappe 6 wirkte jedoch gering, und die Abstände im Kampf um die Podiumsplätze fielen am Ende nicht ins Gewicht.
„Wir wissen nach dem Giro, dass ich vielleicht nicht die explosivste Version meiner selbst bin. Wenn ich also jemandem wegfahren will, dann eher über einen langen, harten Abschnitt“, erklärte Vingegaard. „Deshalb wollten wir zunächst mit Sepp Kuss ein hohes Tempo anschlagen, dann habe ich übernommen. Aber ich glaube, der Anstieg… Das war ein etwas seltsamer Anstieg.“
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