Iván Romeo beendet die
Polen-Rundfahrt mit einem starken dritten Gesamtrang nach einem überzeugenden Auftritt im abschließenden Zeitfahren. Der Movistar-Team-Profi bestätigte seine Form nach einer Woche im Kampf ums Gesamtklassement und unterstrich erneut sein Niveau gegen die Uhr. Jetzt richtet sich der Blick auf die Vuelta a España.
Der Spanier ging
in die letzte Etappe mit Luft nach oben und setzte alles auf Sieg. Am Ende wurde er Dritter, ein Resultat, das ihn in Polen aufs Podium hob und eine klar positive Woche nach einer langen Rennpause abrundete.
Romeo
zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis, betonte aber zugleich seinen Anspruch, immer nach mehr zu streben. „Nun, ich bin happy, klar, so sollte es sein. Es gibt immer Luft nach oben, ich hätte gern die Etappe gewonnen, ich hätte gern die Gesamtwertung gewonnen. Aber Marco Brenner war super stark, das muss man anerkennen.“
Der Spanier hob auch den Wert eines Comebacks mit einem Resultat auf diesem Niveau hervor. „Ich bin wirklich glücklich, es war eine super positive Woche nach so langer Zeit ohne Rennen. Wie gesagt, es gibt immer Dinge zu verbessern, aber ohne das wäre es auch nicht spannend.“
Im finalen Zeitfahren wählte Romeo die aggressivere von zwei mit dem Team ausgearbeiteten Optionen. „Ja, genau, am Ende bin ich auf Sieg gefahren. Wir hatten zwei Strategien, sozusagen, und ich habe mich für die offensivere entschieden.“
Die Schlusskilometer erwiesen sich allerdings als besonders fordernd, vor allem durch die Abfolge an Kurven. „Die letzten 2–3 Kilometer haben sich im verwinkelten Abschnitt etwas lang angefühlt. Statt spät zu bremsen, musste ich kurz mit dem Treten aufhören, um durchzuatmen. Da verliert man am Ende immer ein, zwei Sekunden, aber gut, so ist es.“
„Ich fahre auf Sieg, und wenn es nicht klappt, dann ist es so“
Romeo zeigte erneut seine Wettkampfhärte und erklärte, sein Ansatz könne nur sein, auf den Sieg zu fahren. „So bin ich, ihr kennt mich, ich fahre auf Sieg, und wenn es nicht klappt, dann ist es so. Aber ich finde, wir sollten mit heute, mit der ganzen Woche und mit dem Team zufrieden sein.“
Der Fahrer aus Valladolid unterstrich zudem die Arbeit des gesamten
Movistar Team über die gesamte Rundfahrt und lobte Soigneure, Sportliche Leiter und alle Mitarbeitenden. „Von den Soigneuren über die Direktoren bis zum Staff, alle waren eine 10. Alle waren eine 10, das macht einfach Spaß.“
Jetzt weiter nach Monaco
Der dritte Platz bei der Polen-Rundfahrt wird nicht Romeos letzter großer Test gegen die Uhr sein. Sein nächstes Ziel ist Monaco, wo erneut ein Zeitfahren wartet und er die guten Beine aus Polen mitnehmen will.
Iván Romeo, Star des Movistar Team
„Jetzt sind es ein paar Tage bis Monaco. Letzter Renntag, ein Zeitfahren. Nächster Renntag, ein Zeitfahren. Ähnlich, ich bereite es in den kommenden Tagen gut vor.“
Die Bilanz aus Polen fällt sehr positiv aus. „Ich habe mich gut gefühlt, ich war auf Augenhöhe mit den Besten. Klar hat mich der Kampf ums Gesamtklassement wahrscheinlich etwas in der Etappenjagd gekostet. In Monaco wird es anders, das Niveau wird auch höher sein. Aber ich freue mich jetzt schon auf diesen Tag.“
Mit diesem dritten Platz zeigt Romeo erneut sein Potenzial und bestätigt das Zeitfahren als eine seiner großen Spezialitäten. Nach einer Woche im GC-Kampf und dem Podium bei der Polen-Rundfahrt richtet der Spanier den Blick nun mit ungebrochener Ambition auf seine nächste Aufgabe.