"Ich bin auch gespannt auf Puck Pieterse morgen" - Katarzyna Niewiadoma hat nicht nur Demi Vollering im Blick, wenn die Tour de France Femmes 2024 in die großen Berge geht
Bei der Tour de France Femmes 2024 hat Katarzyna Niewiadoma das Maillot Jaune nach sechs Etappen in der Tasche und noch zwei vor sich. Da die Grand Tour nun ins Hochgebirge führt, ist noch alles offen im Kampf um den Sieg des Rennens.
"Heute habe ich das Gefühl, dass sich das gesamte Peloton bereits auf die letzten beiden Etappen konzentriert, denn das sind die wichtigsten und härtesten", sagt die Teamleaderin von Canyon//SRAM Racing in ihrem Interview nach dem historischen Etappensieg von Cedrine Kerbaol auf der 6. Etappe.
Während der Kampf um die Gesamtwertung auf der 6. Etappe nie wirklich entbrannte, sah Niewiadoma einige interessante Aktionen ihrer Rivalen. "Heute war es eher ein Ausreißertag, aber als wir ins Finale kamen, mit all den Anstiegen am Ende und Puck Pieterse, der um die Bergpunkte kämpfte, hatte ich das Gefühl, dass es einen kleinen Test zwischen uns gab", erklärt die Polin. "Irgendwann setzten sich Puck und Demi Vollering vom Feld ab, aber keiner von uns wollte so richtig den Hammer schwingen."
"Cedrine Kerbaol ist natürlich eine sehr talentierte und starke Fahrerin", lobt Niewiadoma die erste französische Etappensiegerin bei der Tour de France Femmes. "Sie hat den perfekten Moment gewählt, um zu attackieren, und ich denke, dass sie eine Fahrerin ist, die die Tatsache nutzen kann, dass Demi und ich uns auf uns selbst konzentrieren werden und ihre Chancen woanders suchen. Sie ist eine gute Kletterin."
Angesichts der bevorstehenden zwei schweren Tage in den Bergen wird Niewiadoma jedoch nicht nur auf die amtierende Tour de France Femmes-Siegerin schauen. "Um ehrlich zu sein, bin ich auch gespannt auf Puck morgen", so Niewiadoma abschließend. "Ich kenne sie eigentlich nur von den Klassikern, daher bin ich gespannt, wie sie mit den langen Anstiegen zurechtkommen wird."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.