Axel Laurance erlebte bei der
Settimana Internazionale Coppi e Bartali 2026 gemischte Gefühle: herausragend bei den Etappensiegen, aber mit bitterem Ende im Kampf um die Gesamtwertung. Der INEOS-Grenadiers-Profi war haarscharf dran, sowohl die Schlussetappe als auch das Gesamtklassement zu gewinnen, doch ein minimaler Unterschied zugunsten von Mauro Schmid entschied.
Laurance startete furios in die Rundfahrt und gewann die erste Etappe. Nur zwei Tage später kostete ihn ein später Plattfuß die Chance auf einen weiteren Sieg. Statt zu hadern, schlug der Franzose sofort zurück und holte in Valdobbiadene seinen zweiten Erfolg, erneut im reduzierten Sprint vor Mauro Schmid.
Nach diesem Sieg machte er seine Haltung und Motivation für die folgende Etappe klar.
„Ich war frustriert über den Vortag, ich wollte hier wieder gewinnen. Das Team hat einen guten Job gemacht, das Rennen so hart wie möglich zu machen, denn ich mag Sprints nach einem schweren Tag“,
sagte er zu Cycling Pro Net.
Axel Laurance unter Druck
Mit diesem Rückenwind ging Laurance als Gesamtführender in die Schlussetappe, jedoch nur mit einem hauchdünnen Polster von zwei Sekunden auf Schmid. Alles war angerichtet für ein Finale, so eng wie anspruchsvoll.
Als schneller Mann geriet Laurance am entscheidenden Anstieg zur Monte Stella deutlich in Bedrängnis gegen den wesentlich stärkeren Kletterer, den Schweizer Meister Schmid.
„Ich war mir nicht sicher, ob ich das hinbekomme“, räumte der Fahrer die Schwierigkeiten in diesem Schlüsselmoment ein. „Ich habe versucht, ein bisschen zu bluffen, aber die Beine haben nicht mehr mitgemacht. Ich bin stark bergab gefahren, um zurückzukommen, aber danach war es hart, mich zu erholen.“
Ein Finale am Limit
Am Ende entschied der Sprint, in dem Schmid mit einem Hauch Vorsprung gewann, Laurance den dritten Etappenerfolg entriss und in den letzten Metern auch das Gesamtklassement übernahm. Im Ziel lieferte der Franzose eine nüchterne Analyse: „Ich war erschöpft. Ich wollte so lange wie möglich warten, aber ich hatte nie die Beine, um anzugreifen.“
Er gab zudem zu, dass im Finale mehr drin gewesen wäre. „Es war ein großartiger Kampf, ich bereue nichts“, gestand aber, im Zielsprint „einen kleinen Fehler“ gemacht zu haben.