Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team macht auf dem
Transfermarkt 2026 weiter große Schritte. Das Schweizer ProTeam peilt zum Ende des UCI-Lizenzzyklus 2026–2028 den Aufstieg in die WorldTour an – und die Transferziele spiegeln genau diesen Anspruch wider.
Der Königstransfer für das Team um Tom Pidcock scheint Mauro Schmid zu sein. Der ehemalige Schweizer Meister sammelte in der ersten Saisonhälfte 2026 über 2.000 UCI-Punkte und wird mit einem
sehr lukrativen Vertrag in Verbindung gebracht.
Zudem adressiert das Team seine Schwäche im Sprint. Als Ersatz für den formschwachen Sam Bennett sollen entweder der Tscheche Pavel Bittner (Picnic PostNL) oder der aufstrebende belgische Sprinter Tom Crabbe die Lücke schließen.
Auch in der Kletterfraktion stehen Veränderungen an. Routinier und Straßenkapitän Damien Howson beendet am Saisonende seine Karriere, sein Landsmann Sebastian Berwick (Sieger der Tour of Turkey) könnte nachrücken. Außerdem wird auch Jan Castellon von Caja Rural als möglicher Zugang für Pinarello Q36.5 gehandelt.
Und laut Journalist
Daniel Benson soll ein weiterer Youngster zu Pidcock stoßen: Sein früherer INEOS-Teamkollege
Andrew August könnte das fehlende Puzzlestück für Pinarellos Zukunft sein.
Noch ein gescheitertes INEOS-Projekt, oder..?
Dieses Jahrzehnt ist für Netcompany INEOS vom Ringen mit dem Erbe des „Empire“ geprägt. Trotz mancher erratischer Entwicklungen in der Teamstruktur bleibt Egan Bernals Giro d’Italia-Titel 2021 der letzte Grand-Tour-Sieg in der reichen Palmarès.
Über die Jahre setzten die Briten mehrfach auf junge Talente als „nächsten Froome“ oder „nächsten Bernal“, doch keiner erreichte die Höhen seiner Vorgänger.
Einer der Hoffnungsträger für die Wende war der junge US-Bergfahrer Andrew August. Nach einer starken Juniorenzeit mit dem Titel bei der prestigeträchtigen Etappenfahrt Ain Bugey Valromey Tour (vor Paul Seixas) schien INEOS das nächste Juwel gefunden zu haben – just als Carlos Rodríguez bei der Tour de France mit Gesamtrang fünf im Alter von nur 22 Jahren durchbrach.
Seither lief jedoch vieles quer. Rodríguez setzte seine Entwicklung nicht fort, und eine Serie gesundheitlicher Probleme warf ihn um mehrere Saisons zurück.
Carlos Rodriguez ist weit von seiner Form aus 2023 entfernt
Die Erwartungen sind hoch
Für August kam der Schritt in die WorldTour womöglich etwas zu früh, auch wenn sein Talent weiterhin das Potenzial aufblitzen lässt, das ihm 2023 von Experten attestiert wurde.
2024 stand im Zeichen der Anpassung an die neue Welt, einzig Gesamtrang sieben bei der Czech Tour (2.1) stach als Ergebnis hervor.
Ein Jahr später fiel die Bilanz bereits optimistischer aus: August mischte konstant in den Finalen mit und kam bei der Tour of Austria mit zwei zweiten Plätzen dem Giro-d’Italia-Zweiten Isaac del Toro sehr nahe.
Doch der erste Profisieg ließ auf sich warten – bis zum Frühjahr, als er in zwei Ausreißergruppen die Formel fand: bei der Volta Comunitat Valenciana und der Baskenland-Rundfahrt. Zudem fuhr der 20-Jährige dreimal in unterschiedlichen Rennen in die Gesamt-Top-10.
Ob er alle Bausteine mitbringt, um der avisierte Klassementfahrer zu werden, bleibt abzuwarten. Mit diesem Deal könnte sich Pinarello Q36.5 jedoch einen künftigen Teamleader auf Jahre gesichert haben.
Unterdessen richten sich bei Netcompany INEOS die Hoffnungen bereits auf Augusts Nachfolger als Ain Bugey Valromey Tour-Sieger: den spanischen Rohdiamanten Benjamín Noval, der 2027 direkt in die WorldTour aufrücken soll.